Ein interessantes Interview zum G8-Gipfel mit dem schweizerischen Afrika-Kenner Peter Niggli haben wir auf der Webseite der Basler Zeitung gefunden. Niggli, seit 1998 Geschäftsleiter von Alliance Sud (dem Zusammenschluss von sechs großen Schweizer Hilfswerken) und Verfasser mehrerer Studien über Afrika erklärt im Interview, warum der Kontinent von der derzeitigen Wirtschaftskrise stärker betroffen ist als Asien oder Lateinamerika, warum die asiatischen Entwicklungserfolge in Afrika nicht reproduziert werden können und was er von Kritik, wie sie im Buch „Dead Aid“ von Dambisa Moyo zu lesen ist, hält.
Hier einige Auszüge:
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Entwicklungshilfe wurde immer kritisiert. Früher kam Kritik von links: Hilfe sei ein Instrument der westlichen Staaten, die Regierungen in den Entwicklungsländern zu korrumpieren und in Abhängigkeit zu halten. Heute herrscht neoliberale Kritik vor. Schon der Gründervater Milton Friedman behauptete, Entwicklungshilfe stärke den Staat und behindere das Wirtschaftswachstum. Direktinvestitionen seien besser.
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Viele afrikanische Staaten streben heute danach, ihre Abhängigkeit von Entwicklungshilfe zu reduzieren und stattdessen die Steuerbasis zu vergrössern.
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Letztes Jahr kritisierten die Weltbank und der Weltlandwirtschaftsrat die Vernachlässigung der Landwirtschaft in den letzten zwanzig Jahren als einen der Gründe für die Nahrungsmittelkrise. Die in Aussicht gestellten 12 Milliarden über drei Jahre sind allerdings bescheiden. In den Achtzigerjahren wurden jährlich 20 Milliarden investiert.
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Das gesamte Interview finden Sie hier.
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