Angela Merkels Rede vor dem US-Kongress
Angela Merkels Rede vor beiden Kammern des US-Kongress ist heute das dominierende Thema in den Zeitungen. Merkel bedankte sich bei den USA für deren Unterstützung in den letzten Jahrzehnten und für den Einsatz für die Beendigung des Kalten Kriegs. Darüber hinaus betonte sie besonders die Wichtigkeit einer engen US-EU-Kooperation in den dringendsten globalen Themen. „Der Schlüssel in der Zusammenarbeit der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer liegt in der Gruppe der G20. Auch hier ist die Zusammenarbeit Amerikas und Europas ein entscheidender Eckpfeiler. (…) Um Wohlstand und Gerechtigkeit zu erreichen, müssen wir alles tun, dass sich eine solche [Finanz-]Krise nicht wiederholt. Das bedeutet auch, nicht der Versuchung des Protektionismus zu erliegen. Deshalb sind auch die Doha-Verhandlungen im Rahmen der WTO so wichtig. Ein Erfolg der Doha-Runde wäre gerade in der aktuellen Krise ein wertvolles Signal für die Offenheit der Weltwirtschaft“. In Punkto Klima äußerte sie sich folgendermaßen: „Ich freue mich, dass Präsident Obama und Sie in ihrer Arbeit dem Schutz unseres Klimas eine hohe Bedeutung beimessen. Wir alle wissen: Wir haben keine Zeit zu verlieren. Wir brauchen eine Einigung auf der Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen.“
Dazu in der Online-Ausgabe des Tagesspiegels: „Kanzlerin vor US-Kongress: Merkels ‚American Dream‘“
Malaria-Konferenz
Viele Zeitungen berichten über die 5. Konferenz der Multilateralen Malariainitiative in Kenia. Zeit online berichtet über Chancen und Risiken des RTSS-Impfstoffs, der auch die Agenda der Konferenz dominiert. Die Tests des bis jetzt sehr vielversprechenden Impfstoffs befinden sich in der dritten Phase und können voraussichtlich 2012 abgeschlossen werden. Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation zufolge, sterben jährlich 900.000 Menschen an Malaria, 90 % der Opfer leben in Afrika.
Der Beitrag auf Zeit online: Marc Engelhardt, „Malaria-Kongress: Ein Serum gegen die Seuche“
Doha – Entwicklungsagenda
Handelsblatt online veröffentlicht einen Kommentar des bekannten Ökonomen Jagadish Bhawgati über die Aussichten für eine erfolgreiche Handelsliberalisierung. Bhagwati zufolge ist die USA ein „paralysierter Rottweiler“, wenn es um die Frage der Handelsliberalisierung geht. Bhagati führt als Grund an, dass die Demokraten den Gewerkschaften, die die Liberalisierung fürchten, noch etwas schulden und resümiert, dass eine erfolgreiche Vollendung der Doha Runde eines erbitterten Kampfes bedarf.
Der Beitrag auf Handelsblatt online: Jagdish Bhagwati, „Die USA, der paralysierte Rottweiler“
Terrorismus in Somalia
Die Süddeutsche Zeitung berichtet heute, dass eine Flugzeugentführung in Somalia vereitelt werden konnte. Zwei bewaffnete Männer hatten am Montag versucht, ein somalisches Flugzeug zu entführen. Dem Gouverneur von Puntlands Bari Region Muse Gele Farole zufolge hatten die Männer es auf die beiden Afrika-Korrespondenten der Frankfurter Rundschau sowie der Süddeutschen Zeitung, Arne Perras und Johannes Dietrich, abgesehen, die sich unter den Passagieren befanden.
Der komplette Beitrag auf Sueddeutsche.de: Judith Raupp, „Flugzeugentführung in Somalia vereitelt“
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