Wahlen in Mosambik
dpa berichtet über die anstehenden Wahlen in Mosambik am 28. Oktober. Präsident Afmando Guebuza kandidiert für eine zweite Amtszeit. Die Opposition versammelt sich um Afonso Dhlkama (Renamo) und den ehemaligen Bürgermeister von Beira, Daviz Simango. Im Vorfeld der Wahlen wurde von Übergriffen auf die Oppositionsführer berichtet. Dennoch wird Mosambik als Vorbildnation in Afrika gehandelt. Der Internationale Währungsfond hat dem Land bis 2011 ein Wirtschaftswachstum von beinahe 6 % voraus-gesagt.
Somalia & die Piraten
dpa berichtet über erste Erfolge der EU-Mission im Kampf gegen die Piraterie vor Somalia, Atalanta. Die Anzahl der Übergriffe ist gesunken, dennoch zeigt die Entführung eines chinesischen Frachters diese Woche vor den Seychellen, dass das Problem noch lange nicht gelöst ist. Pieter Bindt, Navfor Commodore, erklärt, dass kulturelle und geistliche Führer in Somalia begonnen haben, gegen die Piraterie zu mobilisieren, eine Entwicklung, die der europäischen Mission natürlich hilft. Dennoch ist sich Bindt darüber im Klaren, dass das Problem nicht nur mit der Bekämpfung von Piraten gelöst werden kann, sondern dass die Stabilisierung des Landes die Schlüsselrolle einnimmt. dpa berichtet auch, dass die Situation der Binnenvertriebenen in Somalia sich weiter verschärft. Der UN-Sonderbeauftragte für Binnenvertriebe Walter Kälin, äußerte sich sehr besorgt über die Zustände in den Flüchtlingslagern und befürchtet, dass diese Umstände den Konflikt im Land weiter verschärfen werden.
Sambia fordert Gruppe der 30
Die Zeit berichtet über jüngste Entwicklungen in Sambia. Der Artikel zitiert Lazarous Kapambwe, Sambias ständigen Vertreter bei den Vereinten Nationen, der die Ergebnisse des G20-Gipfels in Pittsburgh als enttäuschend erachtet. Sambia wurde von der Finanzkrise stark getroffen: der Hauptexportartikel des Landes ist Kupfer, doch 2008 brach beides ein - ausländische Investitionen und die Nachfrage nach Kupfer. Das Land leidet zusätzlich unter einer Nahrungsmittelkrise, da Dürren und Überschwemmungen die Ernte vernichtet haben. Kapambwe zufolge eine Konsequenz des Klimawandels. Vor der Krise konnte das Land große Erfolge verzeichnen und war kurz davor, die MDGs zu erreichen. Daraus wird nun nichts mehr, sagt Kapambwe. Er fordert ein neues Format, eine G30 oder G40, da er es für anmaßend hält, dass die mächtigsten Nationen der Welt denken, sie könnten solche Probleme alleine lösen. Wenn zum Beispiel eine G30 tatsächlich wahr werden sollte, wäre die Afrikanische Union mit am Verhandlungstisch vertreten. Die Verfasserin des Artikels, Andrea Böhm, schlägt darüber hinaus die Einrichtung eines UN-Wirtschaftsrats vor, der überprüfen soll, welche Länder sich an ihre finanziellen Zusagen halten. Im Weiteren kritisiert sie scharf Ban Ki Moon, der „moralisches Kapital verschleudert“ und die ärmsten Länder in der Finanzkrise unzureichend vertreten hätte. Zusätzlich zitiert sie ein vertrauliches Papier der norwegischen UN-Mission, das schreibt, Ban Ki Moon hätte weder Charisma noch Rückgrat.
Klimawandel und Armut
Die Zeit begleitet die Wochen bis zur Weltklimakonferenz in Kopenhagen mit Beiträgen zum Klimawandel. Um den Ernst der Situation zu unterstreichen, führt der Verfasser des Artikels, Claas Tatje, Mali als Beispiel ins Feld: Das Land würde $600 Mio. benötigen, um sich vor den schlimmsten Konsequenzen des Klimawandels zu schützen. Kurzfristig müssten bereits Milliarden von Dollar in Entwicklungsländer fließen, um den Anpassungsprozess voranzutreiben. Langfristig würde der benötigte Betrag noch weiter steigen. Jason Anderson, Kampagnenchef bei WWF in Brüssel, fordert deshalb die schnellste industrielle Revolution in der Geschichte der Menschheit.
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