Jan 18th, 2013 4:23 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top-Themen des Tages

1. Kampf gegen Islamisten in Algerien
Die Lage auf dem am Mittwoch von 30 bewaffneten Islamisten eingenommenen In-Aménas-Gasfeld spitzt sich immer weiter zu, berichteten heute die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, der Tagesspiegel und zahlreiche weitere Medien. Während laut Medienberichten am Mittwoch rund 50 Geiseln die Flucht gelang, seien am Donnerstag 35 Geiseln und 15 Islamisten bei einem Angriff eines algerischen Militärhubschraubers zu Tode gekommen. International stoße der Alleingang der algerischen Armee auf starke Kritik, da unter den Geiseln zahlreiche Staatsbürger Japans, der USA und Großbritanniens seien und die algerische Regierung die ausländischen Regierungen im Vorfeld nicht informiert habe. Grund für die Geiselnahme sei die französische Intervention in Mali. Die Islamisten fordern einen sofortigen Rückzug der Franzosen und ein Ende der Angriffe auf die malischen Islamisten. Die algerische Regierung hingegen gibt sich standhaft, mit Terroristen werde man nicht verhandeln, sagte Algeriens Innenminister Daho Ould Kablia.
2. ECOWAS-Armee rückt in Mali ein
Wie die Süddeutsche Zeitung, n-tv, der Stern und zahlreiche weitere Medien vermeldeten, nehme die Aufstellung der ECOWAS-Armee nun konkrete Formen an. So sollen im Laufe der nächsten Tage 2000 ECOWAS-Soldaten nach Mali einrücken, ein UN-Mandat sehe eine Truppenstärke von 3300 Soldaten vor. Bei der multinationalen Armee werden sich Nigeria, Niger, Benin, Togo, Burkina Faso und der Senegal beteiligen. Tschad schickte 2000 Soldaten zur Unterstützung nach Mali, obwohl sie kein Mitglied der ECOWAS Wirtschaftsgemeinschaft seien. Die Intervention Frankreichs habe die Pläne zur Entsendung von ECOWAS-Soldaten beschleunigt, heißt es in den Medien. Frankreichs Verteidigungsminister berichtete, bisher seien 1400 französische Soldaten in Mali, nach und nach solle die Truppe auf 2500 Mann aufgestockt werden. Die französische Armee war in der vergangenen Woche in Mali eingerückt, um die fortschreitende Besetzung des Nordens Malis durch Islamisten aufzuhalten.
3. Quecksilber-Verbot gefährdet Impfungen in Afrika
Gestern wurde in der Stuttgarter Zeitung (und zuvor bereits online im Tagesspiegel) über einen vergangene Woche erschienenen UNEP-Bericht geschrieben, der die verheerenden Folgen und die weite Verbreitung von Quecksilber thematisiert. In diesen Tagen solle bei einem Treffen des „Internationalen Verhandlungskomitees zu Quecksilber“ darüber abgestimmt werden, ob Quecksilber wegen seiner verheerenden Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem gänzlich verboten werden solle. Dies werde jedoch schlimme Folgen für die Impfungen für Menschen in Entwicklungsländern haben, warnten die Weltgesundheitsorganisation, Kinderärzte und GAVI. Thiomersal, das Ethylquecksilber enthält, sei Bestandteil vieler Impfampullen, um diese haltbarer und resistent gegen Keime zu machen. Ethylquecksilber sei für den Menschen, im Gegensatz zu Methylquecksilber, unschädlich. Sollte dieser Zusatzstoff durch ein gänzliches Quecksilber-Verbot wegfallen, würden sich die Preise für Impfungen drastisch erhöhen und so die Impf-Versorgung von Menschen in Entwicklungsländern erschweren. Dan Thomas, GAVI-Sprecher sagte dem Tagesspiegel, man habe 2010 dank Impfstoffen mit Thiomersal 1,4 Millionen Kinderleben retten können. Ein Verbot von Quecksilber würde dazu führen, dass Millionen Kinder in Entwicklungsländern Gefahr laufen, an Infektionskrankheiten zu sterben.
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