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Keine deutschen Soldaten für Mali. Die Top-Themen des Tages


Jan 15th, 2013 2:03 PM UTC
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Die Top-Themen des Tages

  1. Keine deutschen Soldaten für Mali
  2. Organhandel in Ägypten
  3. Somalia: Fotos eines toten Soldaten getwittert

1. Keine deutschen Soldaten für Mali

Wie die Süddeutsche Zeitung, der Tagesspiegel und viele weitere Medien heute berichteten, hat  die deutsche Regierung ihre Unterstützung bei Frankreichs Einsatz in Mali zugesagt. Die Hilfe solle aber nur logistischer, medizinischer und humanitärer Natur sein, ein Einsatz der deutschen Kampftruppen sei ausgeschlossen, hieß es aus dem Außenministerium.  In Mali erhalte Frankreich viel Hilfe von Großbritannien, Dänemark, anderen europäischen Ländern und den USA.  Die FDP-Verteidigungsexpertin Elke Hoff warnte jedoch vor den Folgen einer Einmischung in das seit Jahren bestehende Problem in Mal. Es sei keinem gedient, wenn dadurch der „Dschihad in die europäischen Hauptstädte importiert“ werde.  Die SPD hingegen unterstützt die Regierungspläne, Frankreich logistische Hilfe zukommen zu lassen, wenn dies gewünscht werde.  Außenminister Westerwelle (FDP) erklärte, man werde demnächst in Verhandlungen mit Frankreich treten. Der UN-Sicherheitsrat  befürwortete indes die Intervention Frankreichs in Mali.

 

2. Organhandel in Ägypten

Der Tagesspiegel und Die Presse berichteten heute über die anhaltende Praxis des illegalen Organhandels auf der ägyptischen Halbinsel Sinai. Wie seit längerem bekannt sei, habe es sich auf dem Sinai zu einem lukrativen Geschäft entwickelt, Flüchtlinge aus Äthiopien, Eritrea oder dem Sudan zu entführen, Lösegeld zu fordern und ihren Opfern sogar Organe zu entnehmen, um diese an Krankenhäuser in Kairo zu verkaufen. Rund 4000 Menschen sollen seit dem Jahr 2007 den Organhändlern auf diese Weise zum Opfer gefallen sein. Ihre Leichen sollen zum Teil in einem anonymen Massengrab in El Arish vergraben, anderen am Straßenrand abgeladen worden sein. Die deutsche Regierung wisse um diese Missstände  und beobachte die „Entwicklung des Menschen- und Organhandels auf dem Sinai mit Sorge“, ließ man verlauten. Der Flüchtlingsstrom von Äthiopien, Eritrea und dem Sudan nach Israel bringe den Beduinen des Sinai immer neue Opfer, deren Verschwinden erst viel später bemerkt werde. Eine ausführliche Dokumentation der Verbrechen sei der ägyptischen Botschaft in Israel, dem amerikanischen Außenministerium und dem britischen Premier-Minister Davis Cameron übergeben worden, akute Maßnahmen seien aber noch nicht ergriffen worden.

 

3. Somalia: Fotos eines toten Soldaten getwittert

Die Fotos eines angeblich bei dem gescheiterten Versuch, eine französische Geisel aus den Fängen somalischer Entführer zu befreien, getöteten französischen Soldaten sollen bei Twitter hochgeladen worden sein. Dies vermeldeten heute Spiegel Online, Zeit Online und die Bild-Zeitung. Mitglieder der somalischen Al-Shabaab-Miliz hätten den toten Soldaten mit Waffen drapiert fotografiert und mit der an den französischen Präsidenten Hollande gerichteten Frage „War es das wert?“ auf Twitter gepostet. Ob das Foto tatsächlich einen französischen Soldaten zeigt, sei  jedoch noch nicht zweifelsfrei bestätigt worden.

TAGS: Afrika, Allgemeines, Deutschland, Die Linke, FDP, Frankreich, Gesundheit, Guido Westerwelle, Mali, Migration, ONE, Somalia, SPD, UNO, Was wir lesen

 

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