Jan 9th, 2013 5:23 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top-Themen des Tages

1. Piratenhochburg Golf von Guinea
Wie das Wall Street Journal und die Deutsche Welle berichteten, häufen sich die Angriffe durch Piraten im Golf von Guinea. Während es vor der Küste Somalias immer friedlicher wird, haben die Überfälle auf Schiffe im Golf von Guinea um 42% zugenommen – 2012 seien 51 Schiffe attackiert worden. Vor allem die politische Instabilität und soziale Probleme der Anrainerländer seien Grund für die steigende Zahl der Angriffe. Ein internationaler Marine-Einsatz sei für dieses Gebiet jedoch nicht geplant. Anders als die somalischen Piraten hätten es die Piraten im Golf von Guinea auf die Fracht der Handelsschiffe abgesehen und seien wesentlich gewaltbereiter gegenüber der Besatzung. Die Sicherung der Lage solle aber weiterhin Aufgabe der Anrainerländer bleiben.
2. Lage in Mali spitzt sich zu
In Mali rücken die Rebellengruppen immer weiter in Richtung Süden vor und bedrohen damit die Frontlinie der malischen Armee, meldeten heute die Süddeutsche Zeitung und Deutschlandradio. Die Armee habe mit Warnschüssen reagiert und sich ebenfalls an die Frontlinie in Richtung der Rebellen bewegt. Dies seien die ersten Zusammenstöße seit April vergangenen Jahres, als Tuareg und Islamisten den Norden Malis eroberten und einen eigenständigen Staat fordern. Bereits vergangene Woche hätten die Islamisten die Waffenruhe mit der Regierung beendet. Am 10. Januar sollten in Burkina Faso die malische Regierung und die Aufständischen Friedensverhandlungen aufnehmen.
3. Gefahr für Homosexuelle in Afrika
In vielen afrikanischen Staaten werden Homosexuelle gesellschaftlich geächtet oder strafrechtlich verfolgt, berichtete heute die Süddeutsche Zeitung. Besonders in Staaten wie Kamerun, Uganda und Südafrika sei Homosexualität gesellschaftlich nicht anerkannt und Homosexuelle werden bedroht und attackiert. Besonders schwierig sei die Lage in Südafrika. Zwar könnten dort gleichgeschlechtliche Paare seit 2006 heiraten. Dennoch gebe es dort die meisten Morde an Homosexuellen in ganz Afrika, berichtet die Afrika-Referentin von Amnesty International Deutschland, Franziska Ulm-Düsterhöft. In Malawi erklärte die neue Präsidentin Joyce Banda kurz nach ihrem Amtseintritt, sie werde die Anti-Schwulen-Gesetzgebung widerrufen, doch bisher habe sich nichts getan. Im Sudan gilt offiziell sogar die Todesstrafe auf Homosexualität. Angeklagt werden Personen oft nur aufgrund von Indizien – so waren in Kamerun zwei Männer angeklagt worden, weil sie Bailey’s Irish Cream Likör getrunken hatten. Die beiden Männer sind inzwischen freigesprochen worden.
TAGS: Afrika, Allgemeines, Amnesty International, Guinea, Kamerun, Malawi, Mali, ONE, Südafrika, Was wir lesen
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