Dec 18th, 2012 10:30 AM UTC
By Gast-Blogger
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Heute stellen wir euch ein neues spannendes Projekt vor: fraisr.com. Hier dazu ein Gastbeitrag von einem der Gründungsmitglieder.
Natürlich möchten wir alle die Welt besser machen. Und es fällt uns nicht schwer, eine Reihe von Anliegen zu nennen, die wir unterstützen möchten: Soziales, Umwelt- und Naturschutz, Menschenrechte, Bildung. Für viele von uns ist das Social Web ein großartiges Instrument, um auf unsere Themen aufmerksam zu machen. Wir twittern, bloggen, posten. Über die Missstände auf der Welt, über das, was wir ändern wollen. Wir unterschreiben Online-Petitionen. Teilen Facebookposts von Organisationen. Schreiben Kommentare. Und doch fragen wir uns dann immer wieder: Reicht Aufmerksamkeit alleine aus, um etwas zu erreichen?

Klar, unsere Themen und Anliegen in die Öffentlichkeit zu tragen, ist wichtig. Nur letztlich braucht es auch noch die finanziellen Mittel, um konkret etwas bewegen zu können. Um etwas ändern zu können. Und vielen von uns fällt diese finanzielle Unterstützung eines Anliegens schwer. Die Gründe sind individuell sicherlich stets gut begründet. Jeder, der bereits Geld gespendet hat, weiß: Neben dem kurzen guten Gefühl, etwas richtiges getan zu haben, bleibt vor allem eines – ein Loch im Geldbeutel.
Große Spendenorganisationen geben viel von ihren eigenen Geldern nur dafür aus, um uns trotzdem zum Spenden zu bringen. Sei es mit dem guten alten Spendenbrief, dem Spendensammeln in der Fußgängerzone oder im Internet. Aber: Geldspenden gehört nicht zu unseren liebsten alltäglichen Handlungen.
Im Gegensatz dazu steht unsere große Bereitschaft, im Netz so gut wie alles zu kaufen oder zu verkaufen. Natürlich ist E-Commerce nichts Neues. Wir geben gerne Geld aus – im Internet und auch sonst überall. Wir freuen uns an den Dingen, die wir mit unserem Geld kaufen können. Und genauso freuen wir uns auch, wenn wir ungebrauchte Sachen wieder verkaufen können. Damit schaffen wir nicht nur Platz sondern auch wieder Geld für Neues. Anders als beim Spenden bekommen wir also beim Handeln eine sehr konkrete weil marterielle Gegenleistung. Aber: Für unser Konsumverhalten erhalten wir keine Likes oder sonst irgendeine digital sichtbare Anerkennung von unseren Freunden. Denn niemand schert sich ernsthaft darum, ob ich mir gerade ein paar neue Kopfhörer gekauft oder meinen iPod verkauft habe. Warum auch.
Was wäre aber, wenn wir Engagement und E-Commerce einfach miteinander kombinierten? Wie wäre es, wenn wir selbst Handel für die gute Sache treiben könnten? Sowohl als Käufer als auch als Verkäufer? Verkaufserlöse anteilig spenden und damit eine gute Sache unterstützen. Handeln für einen guten Zweck – leicht verständlich und mit Spaß dabei. Und Spaß haben wir am meisten, wenn wir mit unseren Freunden gemeinsam etwas erreichen. Der eine verkauft, der andere kauft – zusammen unterstützen wir ein gemeinsames Anliegen. Wäre das dann nicht echter Social Commerce?
Unser Marktplatz fraisr.com baut auf dieses einfache Prinzip: Handeln mit Freunden. Ihr kennt das bestimmt auch: Neuen Laptop gekauft, der alte funktioniert noch einwandfrei, wird aber nicht mehr gebraucht. Auf das Einstellen bei ebay oder Amazon hast Du keine Lust – also wird eine Rundmail an den erweiterten Freundeskreis geschickt: “Laptop in gute Hände abzugeben”. Der Freund einer Freundin meldet sich. Laptop zum Festpreis verkauft. Alle glücklich.
Genauso funktioniert fraisr.com – mit dem schönen Zusatz, dass mit jedem Verkauf im Freundeskreis auch noch zusätzlich ein von Dir gewähltes Anliegen mitfinanziert wird. Das erhöht nicht nur die Aufmerksamkeit für Dein Angebot (“Laptop für die gute Sache zu verkaufen”), auch die Motivation Deiner Freunde bei Dir Sachen zu kaufen ändert sich: Jetzt steht nicht mehr der Konsum allein im Mittelpunkt – mit fraisr geht es um mehr. Du startest mit Deinen Freunden eine Bewegung, bei der am Ende jeder Beteiligte profitiert. Du verkaufst Sachen, die Du nicht mehr brauchst, spendest einen Teil und behältst den anderen. Deine Freunde kaufen etwas, was sie gerne haben möchten und finanzieren so Deine Spende. Und das begünstigte Projekt erhält eine Finanzierung aus einer Quelle jenseits der üblichen Spendenflüsse. Und dass man seinen Freunden natürlich nicht den üblichen Schrott anbieten kann, den man sonst im Internet an Fremde verkauft, ist ja klar. Um möglichst viel und viele zu erreichen, ist es natürlich wichtig, dass Du Deine Verkaufsaktion verbreitest – per Statusmeldung, Twitter, Rundmail. Tue Gutes auf fraisr und rede darüber im Social Web.
–Lukas-C. Fischer, fraisr.com–
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