Dec 12th, 2012 7:27 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top-Themen des Tages
1. Chaos in Mali
Die Süddeutsche, DW online und viele weitere Medien berichteten heute von der Festnahme des Übergangspremiers von Mali. Man habe Regierungschef Diarra in der Nacht zum Dienstag festgenommen; am Morgen darauf trat er in einer Videobotschaft zusammen mit der gesamten Regierung zurück. Dies habe gezeigt, dass die eigentliche Macht bei den Rebellen unter der Führung von General Sanogo läge. Als Nachfolger sei Diango Sissoko gewählt worden, der bei vorherigen Präsidenten bereits das Amt des Generalsekretärs innehatte. Sanogo erklärte, Diarra habe als Bremser gewirkt und habe keine Achtung für das Volk gehabt. Diarra sei der Ansprechpartner des geplanten Militäreinsatzes der Europäer gewesen. Zusätzlich zu der Krise im von Islamisten besetzten Norden Malis, kämen jetzt noch die Regierungsputsche in der Hauptstadt Bamako hinzu, was zu einer doppelten Problemsituation in Mali führe.
2. Kofi Annan spricht über Agrarwirtschaft in Entwicklungsländern
Der Stern, Agrarheute und weitere Medien berichteten heute über das Forum „Ernährung sichern. Zukunft ernten!“, welches im Berliner Café Moskau stattfand. Der Friedensnobelträger und ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, sprach sich in seiner Rede für einen Übergang zu einer klimaschonenden und klimabeständigen Agrarwirtschaft aus. Ilse Aigner betonte die Wichtigkeit der Landwirtschaft für den afrikanischen Arbeitsmarkt, besonders bei Jugendlichen, und bezeichnete die Schaffung von Zukunftsperspektiven für junge Menschen in Afrika als moralische Verantwortung und Sicherheitsfrage. Die Bundesregierung gäbe mehr als 700 Millionen Euro jährlich für die Ernährungssicherung und die ländliche Entwicklung in Entwicklungsländern aus und habe nicht vor, diese Zahl zu kürzen.
3. Streit über Spekulanten-Studie
Die Frankfurter Rundschau, Berliner Zeitung und andere Zeitungen berichteten heute von einem Streit über die Studie der Universität Halle, die besage, dass Spekulationen keinen Einfluss auf Nahrungsmittelpreise hätten (ONE berichtete). Die Studie wurde jetzt stark kritisiert von den Organisationen Oxfam und Weed. Die Studie sei zu einseitig und selektiv und würde bestimmte Studien, die zu anderen Ergebnissen kämen – wie eine Studie von UNCTAD – gar nicht berücksichtigen. Die EU-Finanzminister berieten momentan, wie man die Zockerei mit Lebensmitteln stoppen könne; die Deutsche Bank hatte bereits erklärt, dass sie auf das Geschäft im begrenzen Maße verzichten wolle.
TAGS: Afrika, Deutschland, Ernährung, Handel, Kofi Annan, Landwirtschaft, Mali, Oxfam, Regierungsführung, Was wir lesen
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