Dec 11th, 2012 5:18 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top-Themen des Tages
1. Wahlbetrug in Ghana?
Die Süddeutsche Zeitung berichtete heute über den Vorwurf der Opposition in Ghana, die Regierungspartei und der neue gewählte Präsident, John Dramani Mahama, hätten bei der Wahl betrogen. Die konservativ-liberale NPP behaupte, die Partei NDC von Mahama habe sich mit der Wahlkommission zusammengetan, um das Ergebnis zu fälschen. Tatsächlich habe es einige technische Probleme gegeben mit einem neuen biometrischen System. Zudem sagte eine Wahlbeobachterin der Friedrich-Ebert Stiftung, dass in einem Bezirk die Stimmen neu ausgezählt werden mussten. Mahama hatte mit 50,7 Prozent – gegenüber 47,7 Prozent für Oppositionsführer Akufo-Addo – das Präsidentenamt für sich gewonnen. Er fordere die anderen politischen Parteien dazu auf, die Stimme des Volkes anzuerkennen.
2. Tipps für sinnvolles Spenden
RP online, LVZ online und andere Medien gaben heute Tipps dazu, wie man sein Geld sinnvoll spenden könne. Zur Weihnachtszeit spendeten Deutsche mehr Geld als sonst für einen guten Zweck; dabei sei es jedoch wichtig, eine genaue Auswahl der Zielorganisationen vorzunehmen und auf Seriosität zu achten, wenn man möchte, dass sein Geld auch wirklich Menschen helfe. Man solle sich Zeit dafür nehmen, rational auswählen und sich nicht an der Haustür oder auf der Straße unter Druck setzen lassen. Stattdessen sei es besser, auf das Spendensiegel vom DZI zu achten, und bei Zweifeln einfach bei der betreffenden Organisation nachzufragen. Seriöse Organisationen antworteten professionell und könnten genaue Auskünfte geben. Zudem solle man sich auf wenige Organisationen konzentrieren, anstatt überall ein bisschen zu spenden, um einen Überfluss an Werbung zu vermeiden.
3. Brasiliens Rolle in Afrika
Die Neue Züricher Zeitung berichtete heute von der wachsenden Rolle Brasiliens als Investor, Entwicklungshelfer und Financier in Afrika. Der ehemalige Präsident Lula habe vor knapp zehn Jahren Afrika als wichtigstes Ziel der brasilianischen Außenpolitik erklärt, und seitdem habe sich der Handel versiebenfacht – von 4 Milliarden auf 28 Milliarden Dollar seit 2002 – und es gäbe 20 neue Botschaften vor Ort. Im Gegensatz zu China und Indien, wolle Brasilien nicht nur die Rohstoff- und Energiequellen sichern, sondern Märkte für seine Dienstleistungen und Produkte öffnen. Brasilien sehe Afrika vor allem als Nachbar, mit allen wirtschaftlichen, politischen und außenpolitischen Konsequenzen. Auch in der Entwicklungspolitik biete Brasilien Afrika viele Möglichkeiten der Hunger-, Aids- und Armutsbekämpfung. So unterstütze die Entwicklungsbank BNDES zum Beispiel den Bau einer Fabrik für Aids Medikamente.
TAGS: Afrika, Deutschland, Entwicklungszusammenarbeit, Ghana, Handel, Regierungsführung, Was wir lesen
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