Oct 19th, 2012 4:32 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top-Themen des Tages:
1. Globaler Mangel an Gesundheitsfachkräften
Im Vorfeld des vierten World Health Summits vom 21. bis zum 24. Oktober in Berlin, berichtete das Deutsche Ärzteblatt heute über das globale Problem des Mangels an Fachkräften im Gesundheitswesen. Migration und Brain-Drain seien dabei die zentralen Themen. Dem Bericht zufolge litten zurzeit 57 Länder an den Folgen des gravierenden Mangels an Fachkräften, 36 davon in Afrika. Einer der Hauptgründe hierfür sei die Emigration der Ärzte in andere Länder. Die wesentlich höheren Löhne, aber auch die bessere technische und personelle Ausstattung der Krankenhäuser führten dazu, dass viele Fachkräfte ihr Heimatland verließen, um in anderen Ländern zu arbeiten. Der „systemische Verfall“ der öffentlichen Gesundheitseinrichtungen habe mehrere Gründe; unter anderem führten die Förderungen bestimmter Projekte von NROs und Stiftungen paradoxerweise dazu, dass die öffentlichen Einrichtungen geschwächt würden. Wichtig zur Lösung des Problems seien gut durchdachte entwicklungspolitische Handlungskonzepte, die die zugrundeliegenden strukturellen Probleme angehen sollten.
2. UNHCR Chef fordert Hilfe für syrische Flüchtlinge
Der Chef des Flüchtlingshilfswerkes UNHCR, der ehemalige portugiesische Premierminister António Guterres, sprach in einem Interview über die Flüchtlingskrise Syriens und andere afrikanischen Tragödien. Der Tagesspiegel und Potsdamer neuste Nachrichten schrieben heute, Guterres erwarte von den Europäern, dass sie ihre Tore für mehr Flüchtlinge öffneten. Aufgrund der Auswirkungen des Syrienkonflikts seien 2,5 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen und 350.000 Menschen seien gezwungen, ins Ausland zu fliehen. Doch dies sei nicht der einzige Brennpunkt. Zudem kämen noch die Tragödien in Mali, in der Demokratischen Republik Kongo und zwischen Sudan und Südsudan. Vor allem letztere hätte furchtbare Folgen, so seien Familien zum Beispiel oftmals gezwungen bei ihrem Marsch ihre verhungerten Kinder am Wegesrand zurückzulassen.
3. Mindestens 30 Christen in Nigeria getötet
Die Welt, die Zeit und weitere Medien berichteten kürzlich von einem Angriff der muslimischen Volksgruppe Fulani auf die christliche Gruppe Tiv. Dabei seien mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen, viele davon bei der Flucht vor dem Feuer, das von den Fulani gelegt worden war. In Nigeria gäbe es etwa 250 verschiedene Volksgruppen, wobei die südlichen eher vom Christentum und die nördlichen eher vom Islam geprägt seien. Bei diesem konkreten Konflikt sei es wahrscheinlich jedoch eher um den Zugang zu Land gegangen. Infolge des Angriffs seien Hunderte Tiv aus ihrem Dorf geflohen.
TAGS: Afrika, Bildung, Gesundheit, Mali, Migration, Nigeria, Sudan, Südsudan, UNO, Was wir lesen
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