Oct 1st, 2012 5:14 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top-Themen des Tages:
1. Neuer Vorstoß bei der Finanztransaktionssteuer
Der Tagesspiegel, der DW, die Welt und weitere berichteten heute, dass die Finanzminister von Deutschland und Frankreich, Moscovivi und Schäuble, bei der EU-Kommission die Einführung einer Finanztransaktionssteuer auf dem Weg der verstärkten Zusammenarbeit beantragt haben. Um dies zu ermöglichen, müssten mindestens neun Länder mitmachen. In einem gemeinsamen Brief forderten die Finanzminister darum ihre EU-Ministerkollegen dazu auf, sie bei ihrer Initiative zu unterstützen. Zudem unterstützte der EU-Steuerkommissar Semanta dieses Vorhaben mit den Worten „Die Bürger warten auf diese Steuer.“ In den letzten Wochen hatte es viel Kritik zur Finanztransaktionssteuer gegeben, zuletzt von Spanien und Italien.
2. Al-Shabab Miliz räumt Kismayo
Die Frankfurter Allgemeine, die Süddeutsche Zeitung und weitere berichteten an diesem Wochenende von dem Sturm der Afrikanischen Union auf die Stadt Kismayo. Im Vorfeld sei nicht klar gewesen, mit wie viel Widerstand die Afrikanische Union, unterstützt von einem Mandat der Vereinten Nationen, rechnen musste. Am Freitag begann die Offensive gegen die, offiziell mit der al-Qaida verbündeten, Gruppe von Islamisten. Diese hatte in den letzten Jahren unter anderem öffentliche Hinrichtungen, Amputationen und Auspeitschungen gemäß einer strikten Auslegung des islamischen Rechts ausgeführt. Die Afrikanische Union jedoch fand Kismayu, einer der letzten strategisch wichtigen Bastionen, von den Islamisten verlassen vor. Sie hatten die Stadt über Nacht aufgegeben und waren geflohen.
3. Portugiesen kehren zurück nach Mosambik
Die Welt, die Berliner Morgenpost und andere schrieben am Wochenende, dass immer mehr Portugiesen in die Ex-Kolonie Mosambik zurückkehren. Denn während die Wirtschaft in Portugal in einer Rezession stecke und die Arbeitslosigkeit mittlerweile bei 15,4 Prozent stehe, wachse die Wirtschaft in Mosambik stetig mit durchschnittlich sechs Prozent jährlich. Das läge vor allem daran, dass vor wenigen Jahren in Mosambik Kohle und Gas gefunden worden waren. Seitdem wachse die Wirtschaft um die natürlichen Ressourcen, und vor allem Fachkräfte seien sehr gefragt. Diese Chance wollten viele Portugiesen nutzen. Sie seien jedoch nicht immer willkommen. Ein großer Teil der Bevölkerung Mosambiks erinnere sich noch an die schlimmen Zeiten unter den portugiesischen Kolonialherren, und habe zudem Angst, die Portugiesen könnten ihnen jetzt die wenigen gut bezahlten Jobs im Rohstoffgeschäft weg schnappen.
TAGS: Afrika, Afrikanische Union, Deutschland, Frankreich, Handel, Mosambik, Somalia, UNO, Was wir lesen
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