Aug 31st, 2012 2:04 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top-Themen des Tages:
1. Dramatische Preisanstiege bei Lebensmitteln in Afrika
Viele Zeitungen, wie die Welt online und die Frankfurter Rundschau, berichten von drastischen Preisanstiegen bei Nahrungsmitteln in Folge der Dürre in den USA und Osteuropa. Weltbankpräsident Jim Yong Kim warnte: „Die Nahrungsmittelpreise sind erneut brutal angestiegen und bedrohen die Gesundheit und das Wohlbefinden von Millionen Menschen.“ Menschen in Afrika und dem Nahen Osten seien besonders bedroht. Die Nahrungsmittelpreise seien der Weltbank zufolge allein von Juni auf Juli im Schnitt um 10 Prozent geklettert, mit historischen Höchstständen bei Mais (plus 25 Prozent) und Soja (plus 17 Prozent), so die Frankfurter Rundschau. Sub-Sahara-Afrika erlebe den höchsten Preisanstieg von Mais. In Mosambik sei der Preis innerhalb eines Monats um 113 Prozent gestiegen. Die Weltbank berichte auch von einem steilen Preisanstieg bei Hirse in der Sahelzone und Ostafrika, beispielsweise in Süd Sudan um 220 Prozent und in Sudan um 180 Prozent. Die Weltbank habe angekündigt, ihr Hilfsprogramm für Landwirtschaft aufzustocken, für das die internationale Entwicklungshilfeorganisation dieses Jahr mehr als neun Milliarden Dollar (7,2 Milliarden Euro) vorgesehen habe, so die Welt online.
2. Wahlen in Angola werden vermutlich don Santos im Amt bestätigen
Viele Zeitungen berichten von den heutigen Wahlen in Angola bei denen man von einem Sieg des aktuellen Präsidenten José Eduardo dos Santos ausgehe. Der 70 –Jährige dos Santos sei mit 33 Regierungsjahren der dienstälteste Herrscher Afrikas. Seine Partei, die MPLA, wurde während des kalten Krieges von der Sowjetunion und Kuba unterstützt und habe Angolas Befreiungsbewegung zur Unabhängigkeit von Portugal 1975 geführt. Derweilen habe sich der ausgebildete Öl-Ingenieur dos Santos, dessen Privatvermögen auf 24 Milliarden Euro geschätzt werde, als starker Handelspartner der USA, EU und China etabliert, so Tobias Zick in der Süddeutschen Zeitung. Dank der Ölvorkommen und anderer Rohstoffe würde die Wirtschaft in Angola so stark wachsen wie in keinem anderen afrikanischen Land. Leider würde die Bevölkerung von dem Wirtschaftswunder kaum profitieren. Mehr als die Hälfte lebe noch immer unter der Armutsgrenze, schreibt David Klaubert in der FAZ. Die heutigen Parlamentswahlen würden auch den Präsidenten entscheiden. Seit einer Verfassungsänderung im Jahr 2010 werde automatisch der Spitzenkandidat der Partei mit den meisten Stimmen auch Staats- und Regierungschef. Die Oppositionspartei Unita gehe von Wahlmanipulation aus und Beobachter berichten von politisch motivierter Gewalt.
3. Hintergründe der Ausschreitungen in Mombasa
Viele Medien berichten von dem Auslöser und den Hintergründen der Ausschreitungen in Kenias Hafenstadt Mombasa. Nach zwei Tagen blutiger Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Spezialeinheiten der Polizei, habe sich mittlerweile die Lage beruhigt, bleibe jedoch angespannt. Die Proteste folgten wenige Stunden nach der Ermordung des radikalen Predigers Aboud Rogo Mohammed. Rogo werde von der Uno vorgeworfen die Schabab-Miliz finanziell, materiell und logistisch unterstützt zu haben, so Johannes Korge auf Spiegel online. Im Juli 2012 hätten die Vereinten Nationen Rogo auf eine Sanktionsliste gesetzt und somit seine Konten eingefroren und ein Reiseverbot gegen ihn verhängt. Die Demonstranten verdächtigten die Regierung hinter dem Totschlag. Der Polizeisprecher behaupte hingegen, dass die al-Schabab ihren Vertreter in Kenia selbst getötet haben – um “mehr Unterstützer in der Jugend zu gewinnen” (Spiegel online). Der Mob habe auch zwei Kirchen in Brand gesetzt, vier weitere wurden verwüstet. Laut Arne Perras (Süddeutsche Zeitung) wolle die al-Schabab offenbar einen Keil zwischen die religiösen Gruppen in Kenia treiben, um Chaos zu stiften und so den Gegner zu schwächen. Die nächsten Wahlen würden voraussichtlich am 4. März 2013 stattfinden.
TAGS: Afrika, Angola, China, Ernährung, Favoriten, Jim Yong Kim, Kenia, Landwirtschaft, Regierungsführung, Rohstoffe, USA, Was wir lesen, Weltbank
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