Aug 30th, 2012 4:34 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top-Themen des Tages:
1. US-Ölmultis laufen Sturm gegen Transparenz Gesetz
Markus Gärtner berichtet im manager magazin online von der Reaktion der Ölmultis auf die in den USA letzte Woche entschiedene Regelung ‚Section 1504‘, wonach Firmen der Branche ihre Zahlungen an Regierungen offen legen müssen. Man befürchte große Wettbewerbsnachteile. Die Richtlinie würde 78 Prozent des Öl- und Gasgewerbes abdecken. 16 große, meist staatliche Firmen aus China, Russland und dem Nahen Osten, würden nicht unter das Gesetz fallen, schreibt Gärtner. „Wenn börsennotierte Rohstofffirmen kommerziell sensible Daten wie detaillierte Zahlungsvorgänge veröffentlichen müssen, dann geben sie Namen, Orte, Steuern, Lizenzpreise und wichtige Gebühren an die Konkurrenz preis“, so der Chef des American Petrol Institute, Jack Gerard. Außerdem verwiesen Kritiker auf die hohen Kosten, welche für die Umsetzung des neuen Gesetzes benötigt würden. Die US Chamber of Commerce habe dafür 16 Milliarden Dollar veranschlagt, ohne allerdings eine Erklärung für die Summe abzugeben. Einige der Ölfirmen hätten der SEC bereits vor der Verabschiedung des Gesetzes eine Klage angedroht. Transparency International konterte: „Bergbau-Riesen wie Statoil Asa, Rio Tinto und BHP Billiton machen schon länger viele Angaben über Zahlungen an Regierungen in Drittländern, und sie haben dadurch keinen sichtbaren Schaden genommen.“
2. Auma Obama: „Besser eine schlechte Straße als keine Straße“
Einige Medien, wie der Österreichische Rundfunk und die Presse, berichten von Auma Obamas Interview in Alpach, Österreich. Die Halbschwester von US-Präsident Barack Obama kritisiert das Bild welches man in Europa und den USA von Afrika habe und die Haltung welche man gegenüber Entwicklungshilfe habe. Man würde die Diversität der 54 Länder Afrikas nicht ausreichend anerkennen und durch Vorurteile das Bild verzerren. Vor allem Europäer würden bei ihren Hilfsprojekten nicht genug auf die Bedürfnisse und Kultur von Afrikanern eingehen. Als Beispiel nannte sie den Bau von Brunnen in afrikanischen Gebieten mit Nomadenvölkern. Zudem würden sich europäische Firmen ihre Chancen auf Projekte in Afrika durch zu viel Bürokratie verspielen. Obama, die für CARE International arbeitet, nennt als Beispiel ein Straßenbau-Projekt über welches seit 20 Jahre mit den Europäern verhandelt würde aufgrund von Änderungen, Genehmigungen u.a.. Dieser Perfektionismuszwang sei kontraproduktiv, so Obama. Die Chinesen hingegen seien auf die afrikanische Bevölkerung eingegangen. „Besser eine schlechte Straße als keine Straße“, sagte Obama. Obama selber arbeite mit ihrer Stiftung daran, jungen Menschen klarzumachen, wie wertvoll das Land und seine Ressourcen seien, um ihnen die Landwirtschaft schmackhaft zu machen. Heute sage man: „Wer auf dem Land bleibt, der habe es zu nichts gebracht.“ Das wolle sie ändern.
3. Waffenhandelsvolumen in vier Jahren verdoppelt
Der Tagesspiegel und die Neue Züricher Zeitung berichten vom Jahresbericht 2012 der Genfer Forschungsstelle Small Arms Survey welcher auf einen rasanten Anstieg des Waffenhandels hinweist. Laut dem Bericht beträgt das Volumen des legalen internationalen Handels mit Kleinwaffen mindestens 8,5 Milliarden Dollar. Das wären mehr als doppelt so viel wie noch in 2006 als man das Volumen auf 4 Milliarden Dollar schätzte. Wegen mangelnder Transparenz ließe sich ein erheblicher Teil des Handels, besonders in Afrika, Asien und im Nahen Osten, jedoch nicht aufdecken.
TAGS: Afrika, Care, China, Entwicklungszusammenarbeit, Handel, Intelligente Hilfe, Interviews, Landwirtschaft, Rohstoffe, Russland, Transparency International, USA, Was wir lesen
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