Aug 16th, 2012 3:03 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top Nachrichten des Tages:
1. „Tank oder Teller“ – Niebel fordert die Abschaffung von Biosprit E10
Viele Medien, wie Spiegel Online und die Zeit, berichteten schon gestern Nachmittag, dass sich Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) gegen den Vertrieb vom Biosprit E10 an deutschen Tankstellen ausgesprochen habe. „Gerade bei steigenden Lebensmittelpreisen kann Biosprit zu stärkerem Hunger in der Welt beitragen“, sagte Niebel. „Wir müssen im Kabinett darüber nachdenken, ob man nicht den Konflikt zwischen Tank und Teller auflösen kann“ (Zeit). Die Biospritbranche wies die Ansichten zurück und behaupte, dass ein Verkaufstopp von E10 ohne Auswirkungen auf die Ernährungssituation in Entwicklungsländern bleiben würde. lmar Baumann, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) sagte ein Aussetzen von Biosprit wäre Symbolpolitik. „Von der deutschen Getreideernte gingen im vergangenen Jahr etwa vier Prozent in die Bioethanolproduktion“ (Spiegel online). Das Bundesumweltministerium wolle Niebels Äußerungen nicht kommentieren. Eine Sprecherin betonte, mit E10 würden entsprechende EU-Vorgaben umgesetzt.
2. Bill Gates fördert die Neuerfindung der Toilette
Fast alle Zeitungen, darunter die Welt und der Focus, berichten heute von dem von der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung gesponserten Wettbewerb für die Neuerfindung der konventionellen Toilette. Den ersten Preis erhielten Forscher vom California Institute of Technology für eine mit Solarzellen betriebene Toilette die zusätzlich Wasserstoff und Strom produziere. Für Gates sei die Neuentwicklung der Toilette ein sehr wichtiges Projekt für die öffentliche Gesundheit und Menschenwürde. Mit Fäkalien verschmutztes Wasser löse Durchfall-Erkrankungen aus, denen jedes Jahr 1,5 Millionen Kinder zum Opfer fielen, so der Focus. Weltweit hätten 2,5 Milliarden, sprich 40 Prozent der Bevölkerung, noch nicht einmal Zugang zu einem Plumpsklo. Die Toiletten der westlichen Länder wären in vielen Regionen unvorstellbar da es oft an der nötigen Wasser- und Stromversorgung sowie an der Kanalisation fehle, kritisierte Gates (Welt).
3. Die Entwicklungspolitik der Kirche
Marcel Fürstenau berichtete gestern in der deutschen welle, dass Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) abermals innerhalb kurzer Zeit nach Kenia aufgebrochen sei. Dieses Mal stehe jedoch die Kirche im Mittelpunkt seines Besuches. „Ich möchte mir auf meiner Reise, die im Zeichen des diesjährigen 50. Jubiläums der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit zwischen Staat und Kirchen steht, insbesondere ein Bild von dem langjährigen Erfahrungsschatz der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit machen“, sagte Niebel (epo). Seit 1962 engagierten sich die beiden christlichen Kirchen Deutschlands, das katholische Hilfswerk Misereor und der evangelische Entwicklungsdienst (EED), in der Entwicklungszusammenarbeit. Im Gegensatz zu Nichtregierungsorganisationen (NGOs) würden die Kirchen für ihre Entwicklungszusammenarbeit ein Globalbudget erhalten, über das sie weitestgehend frei verfügen können, so Fürstenau. In diesem Jahr habe die Kirche 216 Millionen Euro für weltweite Projekte zu Verfügung. Niebel halte die privilegierte Position der Kirche für richtig. Er sagte: „Die Kirche hat die Möglichkeit, in Regionen tätig zu werden, in denen es der staatlichen Zusammenarbeit mitunter nicht möglich ist.“
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TAGS: Bill Gates, Bill und Melinda Gates Stiftung, Deutschland, Dirk Niebel, Entwicklungszusammenarbeit, FDP, Intelligente Hilfe, Kenia, Landwirtschaft, Sanitäre Versorgung, Was wir lesen
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