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EU setzt Priorität auf Hungerbekämpfung. Die Top-Themen des Tages


Aug 15th, 2012 3:31 PM UTC
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Die Top Nachrichten des Tages:

  1. EU setzt Priorität auf Hungerbekämpfung
  2. Bluthochdruck steigt in Entwicklungsländern
  3. Ineffiziente Wiederverwertung von Elektroschrott

1. EU setzt Priorität auf Hungerbekämpfung

Beat Ammann berichtete gestern in der Neuen Zürcher Zeitung, dass die EU Ernährungsfragen zu einer ihrer Prioritäten machen wolle. Der europäische Entwicklungskommissar Andris Piebalgs habe am Rande der Olympischen Spiele bekannt gegeben, dass die EU sich vorgenommen habe, bis 2025 sieben Millionen Kinder eine Unterernährung und damit verbundene geistige oder körperliche Schäden zu ersparen. Laut Piebalgs sind derzeit 171 Millionen Kinder chronisch unterernährt, etwa 8220 sterben täglich an den Folgen. Für den Kommissar sei es eine Tatsache, dass kein Land, dessen Bürger unterernährt sind, sich selbst aus Armut zu befreien vermag. Die EU habe Ende letzten Jahres 36 Länder genannt, denen sie gesonderte Hilfe bereitstellen wolle, um den Rückstand auf die Milleniums-Ziele zu vermindern. Darunter seien Länder die seit Jahrzenten zu den ärmsten zählen wie Burkina Faso, Tschad, Malawi, Tansania und Sambia aber auch Staaten in der Karibik und dem pazifischen Raum. Diese Initiative sei mit einer Milliarde Euro ausgestattet: 700 Millionen für Projekte und 300 Millionen für besonders kooperative Länder. Die Projekte würden auf die Bekämpfung von Hunger und Kindersterblichkeit sowie den Ausbau der Gesundheitsdienste für Mütter und der Wasserversorgung zielen.

2. Bluthochdruck steigt in Entwicklungsländern

Annette Mende berichtet heute in der Pharmazeutischen Zeitung über das tendenziell steigende Vorkommen von Bluthochdruck in Entwicklungsländern. Da sich Krankenpfleger in Entwicklungsländern auf die Diagnose und Therapie von Infektionskrankheiten konzentrierten, sei eine Blutdruckmessung häufig nicht Teil der Routineuntersuchung. Somit würde ein erhöhter Blutdruck häufig nicht erkannt. Selbst wenn eine Diagnose vorliege, stünden keine vernünftigen Medikamente zur Verfügung. Obwohl bis vor einigen Jahrzehnten Bluthochdruck in der dritten Welt kaum vorkam, würden heute drei Viertel aller Hypertoniker in Entwicklungsländern leben. Diese Erkenntnis erfolgt durch eine Übersichtsarbeit von Mohsen Ibrahim und Albertino Damasceno in ‚The Lancet‘. Der wichtigste Grund für die steigende Tendenz von Bluthochdruck Fällen in armen Ländern sei die zunehmende Urbanisierung. Diese sei häufig mit einer Änderung der Ernährung und des Lebensstils verbunden auf welche eine Gewichtszunahme folge. Diese Veränderung stelle vor allem in Afrika ein Problem da. Dunkelhäutige Menschen seien besonders salzempfindlich und Menschen würden sich in Städten salzreicher ernähren als auf dem Land.

3. Ineffiziente Wiederverwertung von Elektroschrott

Jan Oliver Löfken berichtet heute im Tagesspiegel, dass die Wiederverwertung von Elektroschrott vor allem in Entwicklungsländern ineffizient sei und dort Arbeiter der Branche gefährde. Laut Löfken würden heute in den Industrienationen über 70 Prozent der Gold- und Silberanteile im Elektromüll zurückgewonnen, in Entwicklungsländern hingegen bloß 15 Prozent. Bereits beim Zerlegen der Altgeräte würde über die Hälfte der Edelmetalle verloren gehen und von den aussortierten Bestandteilen nur ein Viertel der Metalle wiederverwertet. Dennoch werde der Betrieb oft ins Ausland verlagert und schaffe dort viele Arbeitsplätze. Der Recycling-Experte an der Technischen Universität Clausthal, Daniel Goldmann, sagte: „Der Export von Altelektronik macht uns nicht wirklich glücklich, weil die Verwertung unter menschenunwürdigen Bedingungen abläuft.“ In Industrienationen hingegen würden solche Prozesse größtenteils dank technologisch fortgeschrittener Verfahren ohne eine Belastung der Arbeiter funktionieren. Goldmann sehe eine Lösung in einem Re-Import von aufbereiteten Elektronikschrott in die Industrienationen, um das Zerlegen von Altgeräten in Entwicklungsländern zu vereinfachen und danach die metallreichen Bestandteile an spezialisierte Unternehmen zurückzusenden.

TAGS: Afrika, Burkina Faso, Ernährung, EU, Gesundheit, Gesundheit von Müttern und Kindern, Malawi, Millennium-Entwicklungsziele (MDGs), Sambia, Tansania, Tschad, Was wir lesen

 

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