Aug 10th, 2012 10:53 AM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top Nachrichten des Tages:
1. Commerzbank beendet Anlageformen mit Lebensmittelbezug
Die Frankfurter Commerzbank, Deutschlands zweitgrößtes Bankhaus, beendet den Verkauf börsennotierter Zertifikate oder Fonds, die in Grundnahrungsmittel investieren, meldet heute die Frankfurter Rundschau. Bestehende Zertifikate laufen weiter, es werden aber keine neuen mehr ausgegeben. In diesem Jahr waren bereits die Deka-Bank der Sparkassen und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) aus dem Anlagegeschäft mit Nahrungsmitteln ausgestiegen. Die Organisation foodwatch, die mit dem Bericht „Die Hungermacher“ zu Beginn des Jahres eine Debatte angestoßen hatten, begrüßte den Schritt und forderte die Deutsche Bank auf, nun ebenfalls auf diese Papiere zu verzichten.
2. Niebel in Mali
Peter Carstens zieht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein erstes Fazit der Reise von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) durch Sierra Leone, Burkina Faso und Mali. Carstens merkt an, dass Niebels Engagement im Bereich der Krisendiplomatie eigentlich nicht in seinen Zuständigkeitsbereich fällt. Vielmehr habe Mali mit der anhaltendenden Dürre zu kämpfen unter der derzeit fünf der 15 Millionen Einwohner zu leiden haben, allerdings sei die deutsche Unterstützung für Mali aufgrund der instabilen Lage derzeit ausgesetzt. Dementsprechend beschrieb Niebel seine Malireise als „appellativ“ und warnte vor den unabsehbaren Folgen eines Bürgerkrieges in Mali. Schon jetzt sei die humanitäre Lage im Norden „unerträglich“.
Darüber hinaus beschreibt Carstens auch die eher widrigen Umstände der Reise des Ministers. So sei Niebel mit einer eigens von den Vereinten Nationen gecharterten Maschine nach Mali geflogen, weil es der Flugbereitschaft der Bundeswehr dort zu riskant war. Außerdem hätte er verschimmelte Hotels, die Fährenhavarie und halsbrecherische Jeep-Fahrten offenbar mit Gleichmut hingenommen.
3. Hitzewelle in den USA wird Problem für die Welternährung
Die tageszeitung berichtet heute über die andauernde Dürre in den USA, die zunehmend zu einem Problem für die weltweite Ernährungssicherung werde. Die ersten sieben Monate dieses Jahres seien die wärmsten seit Beginn der Temperaturerfassungen gewesen. Das Katastrophengebiet reiche von Dakota im Norden bis nach Texas im Süden und von Missouri im Mittleren Westen bis nach Kalifornien. Während das fehelende Wasser in den Flüssen auch ein Problem für Kernkraftwerke und die Transportschifffahrt zu werden beginnt, seien erhebliche Auswirkungen auf die Nahrungsmittelpreise von bis zu 20 Prozent zu erwarten. Die USA sind einer der größten Getreidelieferanten. Zugleich könnte sich die Agrarpolitik der letzten Jahre nun rächen: weil der US-Mais lange hoch subventioniert war, musste das Nachbarland Mexiko seine Maisproduktion in den letzten Jahren drosseln. Zudem ändere sich unter dem Eindruck der Dürre das Meinungsbild in den USA zum Thema Klimawandel.
TAGS: Dirk Niebel, Ernährung, Landwirtschaft, Mali, USA, Was wir lesen
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