Aug 7th, 2012 12:08 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top Nachrichten des Tages:
1. Clinton reist durch Afrika
Mehrere Zeitungen berichten heute über die Reise von US-Außenministerin Hilary Clinton durch sieben afrikanische Länder. Offiziell ginge es Clinton um „Krisengebiete, Terrorgefahr und Demokratie.“ Im Hintergrund stünden aber geopolitische Motive, schreibt die Frankfurter Neue Presse. So hätte eine Rede Clintons im Senegal bereits Empörung in Peking ausgelöst, als sie indirekt vor einem zu großen Einfluss Chinas warnte. Die Tage, in denen „Fremde Wohlstand aus Afrika mitnehmen, ohne etwas oder nur sehr wenig zurückzulassen“ sollten vorbei sein, hatte Clinton gesagt, ohne China direkt zu erwähnen. Aber nicht nur Chinas Aktivitäten in Afrika machte den USA Sorgen, sondern auch der „wachsende Einfluss islamischer Extremisten in Nigeria und Mali, die Krisenherde in Somalia und Kongo“ und „die angespannte Lage in vielen Ländern wie Kenia oder Elfenbeinküste“, so die Saarbrücker Zeitung. Mittlerweile ist Clinton in der Republik Südafrika angekommen, wo sie den 94-jährigen Nelson Mandela traf, wovon Die Welt, die Rheinische Post und viele weitere Zeitungen heute berichten.
2. Rebellen in Nordmali rekrutieren Kindersoldaten
Die Organisation Human Rights Watch und COMAD, ein Zusammenschluss aus 78 malischen und internationalen Organisationen, schlagen Alarm. Sie beklagen, „dass Minderjährige im Alter zwischen neun und 17 Jahren von den Islamisten gezwungen werden, für sie mit der Waffe zu kämpfen, Minen zu entschärfen und Gebiete auszukundschaften“, berichtet die Deutsche Welle. Die Bildzeitung berichtet unter Berufung auf Juliane Kippenberg von Human Rights Watch zudem von Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen. Die ursprünglich tolerante Lebensweise der Menschen in Nordmali würde durch die Islamisten umgekrempelt. Menschen würden bereits geschlagen, wenn sie den falschen Handyton hätten, Musik hörten oder in Gruppen zusammensäßen, um Tee zu trinken. Bereits gestern berichtete die dpa (hier bei Greenpeace Magazin), dass dem ursprünglichen Vorzeigestaat nun möglicherweise sogar die Spaltung drohe.
3. Sipho geht zur Schule
Christian Putsch erzählt heute in der Welt über den 60-jährigen südafrikanischen Sänger Sipho Mabuse. Mabuse, Künstlername „Hotstix“, ist einer der bekanntesten Musiker Südafrikas, produzierte Hits wie „Burn Out“ oder „Jive Soweto“ und spielte zu Nelson Mandelas 90. Geburtstag. Mit 59 Jahren habe sich Mabuse entschlossen, seinen Schulabschluss nachzuholen, nachdem er als Kind aus dem von Apartheid geprägten Bildungssystem geflohen war. Obwohl Mabuse betont hatte, dass er den Abschluss „für sich“ mache, weil er sich ohne Abschluss immer unwohl gefühlt habe und nicht als Bildungsbotschafter auftreten wolle, hätte sein Schritt dennoch Signalwirkung gehabt und große Aufmerksamkeit in Südafrika auf sich gezogen. „200 Millionen Afrikaner können nach Angaben des UN-Bildungswerks Unesco nicht lesen und schreiben, mehr als zwei Drittel davon sind Erwachsene“, schreibt Putsch und erzählt weitere Hintergründe zur Bildungssituation in Südafrika. Zur bestandenen Prüfung erhielt Sipho Mabuse sogar Glückwünsche von Präsident Zuma persönlich. Nun erwägt er ein Studium.
TAGS: Bildung, Entwicklungszusammenarbeit, Mali, Senegal, Südafrika, USA, Was wir lesen
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