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Medizinische Spenden sind nicht immer hilfreich. Die Top Nachrichten des Tages


Aug 3rd, 2012 1:51 PM UTC
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Die Top Nachrichten des Tages:

  1. Medizinische Spenden sind nicht immer hilfreich
  2. Mysteriöses Verschwinden des äthiopischen Premiers
  3. Unruhen in Sudan nehmen zu

1. Medizinische Spenden sind nicht immer hilfreich

Susanne Schäfer berichtet heute auf  Spiegel-Online, dass medizinische Spenden von Kliniken in reichen Ländern, Krankenhäusern in Entwicklungsländern nicht immer helfen. Laut eines Berichts von Wissenschaftlern des Imperial College London und anderen Universitäten, seien solche Geschenke oft nicht sinnvoll, sondern könnten eher eine Last oder eine Gefahr darstellen. Einer der Autoren, Peter Howitt sagte: „Gesundheitstechnologie wird in der Regel für den Einsatz in einer Gegend entwickelt, in der viel Geld für Gesundheit ausgegeben wird und in der es sowohl eine zuverlässige Energieversorgung als auch viel gut ausgebildetes Personal gibt.“ Dies sei in Entwicklungsländern häufig nicht der Fall. Beispielsweise wurde ein Gerät zur  Sauerstoffkonzentration an ein Krankenhaus in Gambia gespendet. Erst vor Ort stellte sich heraus, dass das Gerät überhaupt nicht mit der dortigen Stromspannung vereinbar war. Somit fordern die Autoren des Berichts: „Technologie sollte nur dann gespendet werden, wenn Spender und Empfänger gemeinsam herausfinden, welche Systeme geeignet sind.“ Gesundheitsministerien, die Gesundheitsindustrie und Wissenschaftler sollten dafür sorgen, dass neue Medizintechnik entwickelt werde, die an die Bedürfnisse von Entwicklungsländern angepasst ist. Diese müssten nicht Hightech sein, im Gegenteil. Oft könnten schlichte, billige Mittel Menschen in armen Regionen am meisten helfen, wie zum Beispiel Moskitonetze die vor Malaria schützen.

2. Mysteriöses Verschwinden des äthiopischen Premiers

Wie das Hamburger Abendblatt heute berichtet, wurde der äthiopische Premierminister Meles Zenawi (57) seit sieben Wochen nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Gründe dafür seien unklar. Weil die Regierung keine klaren Aussagen über den Zustand des autoritären Machthabers mache, würden wirre Gerüchte zirkulieren. Die letzte Auskunft des Regierungssprechers laute, dass Zenawi in guter Verfassung und auf dem Weg der Besserung sei. Einen Tag zuvor habe der oppositionelle äthiopische Satellitensender ESAT noch den Tod des Regierungschefs gemeldet. Der Sender berief sich auf das politische Forschungsinstitut „International Crisis Group“. Dieses dementierte jedoch jegliche Aussagen zu Zenawis Zustand. Wer derzeit in Äthiopien regiere und ob hinter den Kulissen ein Machtkampf entbrannt sei, bliebe unklar, so das Hamburger Abendblatt.

3. Unruhen in Sudan nehmen zu

Die Süddeutsche Zeitung berichtet heute, dass nach Angaben der Aktivisten ‚Sudan Change Now‘, Proteste gegen den Machthaber Omar al Baschir in verschiedenen Teilen Sudans zunehmen. In dieser Woche habe es erste Tote gegeben. Nach offiziellen Angaben seien in der Krisenregion Darfur am Dienstag acht Menschen gestorben und mindestens 24 wurden verletzt. Laut Augenzeugen würden Sicherheitskräfte mit Härte gegen Demonstranten vorgehen. Sie würden mit Tränengas feuern und in die Menge schießen. Die Proteste hätten bereits im Juni auf Grund von drastischen Preisanstiegen begonnen. Die Forderung nach mehr Freiheit und dem Ende der Herrschaft von Baschir seien auch zu vernehmen. Allerdings würden die Proteste vorrangig durch die prekäre Wirtschaftslage des Landes ausgelöst. Sudan habe seit der Abspaltung von Südsudan schwere wirtschaftliche Verluste einstecken müssen. So seien dem Sudan ein Großteil seiner Haupteinnahmequelle –  Öl – weggebrochen. Nun würden rund drei Viertel des Öls in Südsudan gefördert.

TAGS: Äthiopien, Entwicklungszusammenarbeit, Gambia, Intelligente Hilfe, Regierungsführung, Rohstoffe, Sudan, Südsudan, Was wir lesen, Wirksamkeit

 

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