Jul 25th, 2012 4:47 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top Nachrichten des Tages:
1. Ghanas Präsident gestorben
Viele Zeitungen, darunter die FAZ, die Zeit und der Tagesspiegel, berichten heute über den am Dienstag verstorbenen ghanaischen Präsidenten John Evans Atta Mills. Der 68 jährige Politiker starb in einem Militärkrankenhaus der Hauptstadt Accra. Mills habe Berichten zufolge an Kehlkopfkrebs gelitten. Als Mills Nachfolger sei dessen Stellvertreter John Dramani Mahama am Dienstagabend vereidigt worden und versprach bei der Zeremonie dafür zu sorgen, dass das Land weiterhin „friedlich, geeint und stabil“ bleibe, so die FAZ. Mahama würde bis zu den Präsidentschaftswahlen im Dezember die Amtsgeschäfte führen. Der verstorbene Mills habe Ghana seit 2009 geführt nachdem er bei den Dezember 2008 Wahlen knapp siegte. Das Land sei eine der wenigen funktionierenden Demokratien in Afrika. Mit friedlichen Machtwechseln und einer erfolgreichen Wirtschaft gelte Ghana als vorzeige Staat auf dem Kontinent.
2. Welt-Aidskonferenz darf wieder in den USA stattfinden; Beschneidung wird befürwortet
Die FAZ hob heute besonders zwei Themen auf der Welt-Aidskonferenz hervor; die Möglichkeit, eine Konferenz zu HIV/Aids in Amerika überhaupt wieder halten zu können und das Potential, das männliche Beschneidung zur Eindämmung einer HIV-Infektion haben könne. Anfang der neunziger Jahre habe Präsident Ronald Reagen ein Einreiseverbot für HIV-Infizierte eingeführt. Deshalb habe in den letzten 20 Jahren keine Welt-Aidskonferenz in den USA stattfinden können, obwohl sich dieses Land wie kein anderes sich für den Kampf gegen Aids einsetzte. Man preise den amerikanischen Präsidenten Barack Obama, der bei der Konferenz nicht anwesend sei, für die Auflösung dieses Gesetzes. Dafür habe Hillary Clinton großen Applaus erhalten für die Worte, die Amerika lange nicht sagen konnte: „Willkommen in den Vereinigten Staaten!“. Clinton und andere Teilnehmer der Konferenz, darunter Bill Gates und Häuptling Jonathan Mumena XI aus Sambia, hätten sich für die freiwillige männliche Beschneidung als wirksamen HIV-Schutz ausgesprochen. Laut Gates könne sie das Infektionsrisiko um 60 Prozent senken (Ärzte Zeitung). Obwohl der Stamm von Häuptling Mumena bis vor wenigen Jahren dieses Ritual noch abwies, habe er sich von nun von einschlägigen Studien, wie zum Beispiel des HIV/Aids-Programms der Vereinten Nationen (UNAIDS), überzeugen lassen. Er sagte: „In meiner Provinz sind jetzt 71 Prozent der Männer beschnitten und wir haben die geringste Infektionszahl in Sambia“ (Nordbayern.de).
3. Agrarpreise und ihre Folgen
Die Financial Times und die FAZ beschäftigen sich heute mit den Auswirkungen, die steigende Agrarpreise haben könnten. Die FAZ befürchtete eine Inflation in Entwicklungs- und Schwellenländern. Dort gäben viele Familien den Großteil ihres Einkommens für die Ernährung aus. Durch erhöhte Nahrungsmittelpreise hätten diese automatisch weniger Geld für andere Konsumgüter, wodurch sich das Wirtschaftswachstum verlangsame. Durch diese Kausalität drohe solchen Ländern eine Inflation, welche nur durch einen höheren Zinssatz zu kontrollieren sei und somit auch längerfristig der Wirtschaft schaden könne. In der Financial Times behauptet Ralf Südhoff, Leiter des Berliner Büros des Uno-Welternährungsprogramms (WFP), dass wir uns in einer dauerhaften Welternährungskrise befänden, weil das Nahrungsmittel Angebot der Weltbevölkerung nicht gewachsen sei. Die Autorin des Artikels, Friederike Böge, schreibt, die Experten seien sich einig, dass nur zusätzliche Investitionen in die Landwirtschaft die Welternährungskrise für Entwicklungsländer lösen können. Jedoch hätten Geberländer seit Jahrzenten den Anteil der Agrarhilfen in den Entwicklungsbudgets von knapp 20 auf sechs Prozent gekürzt.
TAGS: Ernährung, Ghana, Handel, HIV/Aids, Sambia, UNO, USA, Was wir lesen, Welternährungsprogramm (WFP)
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