Mach mit

Eurokrise könnte weltweite Rezession bringen. Die Top Nachrichten des Tages


Jul 20th, 2012 2:47 PM UTC
By

Die Top Nachrichten des Tages:

  1. Die erste HIV-Prophylaxe auf dem Markt
  2. Hungersnot in Somalia dauert an: Mehr als 2,5 Millionen Menschen von Hunger bedroht
  3. Kinder ein Zeichen von Reichtum oder Armut?

1. Eurokrise könnte weltweite Rezession bringen

Viele Zeitungen, darunter die Süddeutsche Zeitung und der Focus, berichteten von der Warnung des Weltbank-Chefs Jim Ying Kim, dass sich die Euro-Schuldenkrise zu einer weltweiten Rezession ausweiten und somit besonders in Entwicklungsländer schwere Schäden anrichten könne. Selbst wenn es gelinge, die Krise einzudämmen, könne sie zu einem Wachstumseinbruch von bis zu 1,5 Prozent in einigen Teilen der Welt führen. Kim sagte: „Eine Krise in Europa kann das Bruttoinlandsprodukt in Entwicklungsländern um vier oder mehr Prozent senken und somit eine globale Rezession auslösen“. Solche Ereignisse bedrohten die bislang erreichten Fortschritte im Kampf gegen Armut, so die Süddeutsche. Deshalb fordere er, die Europäer sollten endlich entschlossen handeln und alles daran setzten die Finanzmärkte zu stabilisieren.

2. China will Afrika 20 Milliarden Dollar Kredit geben

Wie viele Zeitungen, unter anderen die Welt oder die Frankfurter Allgemeine, heute berichteten, habe China vor, Afrika Kredite in Höhe von 20 Milliarden Dollar bis 2015 bereitzustellen. Dies habe Staats- und Parteichef Hu Jintao beim fünften Forum für chinesisch-afrikanische Zusammenarbeit (FOCAC) diese Woche angekündigt. Die Summe sei doppelt so hoch wie jene die auf dem FOCAC-Treffen vor drei Jahren angekündigt wurde. Das Geld solle in die Infrastruktur, die Landwirtschaft und die Industrie-Verarbeitung fließen. Laut eines Berichts der Afrikanischen Entwicklungsbank, würde der Mangel an Infrastruktur ein höheres Wachstum in Afrika verhindern. Desshalb sei der chinesische Ansatz unter afrikanischen Regierungen sehr beliebt. Hu bemühe sich Kritikpunkte der chinesisch-afrikanischen Handelsbeziehungen – China wolle sich bloß Zugang zu Rohstoffen und Märkten verschaffen und würde dabei Menschenrechte missachten – abzubauen. Bei der Veranstaltung äußerte sich der südafrikanische Präsident Jacob Zuma jedoch optimistisch: “Wir sind überzeugt, dass Chinas Absichten andere sind als die Europas, das bis heute Afrika aus Eigeninteressen heraus zu beeinflussen versucht“.

3. Die korrupte Regierung Somalias

Einige Zeitungen, wie die taz und die Süddeutsche Zeitung, schrieben heute über einen Bericht der UN-Überwachungsgruppe für Somalia, welcher der Regierung in Mogadischu Korruption vorwerfe. 86 Prozent der Staatseinnahmen der Jahre 2009 und 2010, ein Betrag von über 100 Millionen Dollar, seien spurlos verschwunden, so die taz. Die nachweisbare Korruption sei eine schwere Ernüchterung für die internationale Gemeinschaft, welche im Kampf gegen Piraten und Terroristen mit der Regierung kooperiere. Der UN-Bericht vermute, der Präsident Scharif Scheich Ahmed sei an der Hinterziehung beteiligt. Außerdem habe er Piraten und vermutlich auch islamistischen Milizen einen Diplomatenpass ausgestellt und ihnen somit die freie Bewegung im Ausland ermöglicht. Die Übergangsregierung werde am 20. August auslaufen. Dann solle eine neue Regierung gewählt werden.

+++ Allianz richtet Gremium für ökologische und soziale Aspekte ein +++

TAGS: Afrika, China, EU, Handel, Regierungsführung, Rohstoffe, Somalia, Transparenz, UNO, Was wir lesen, Weltbank

 

Leave a Comment

 

Name (required)

 

Email (will not be published) (required)

 

 

Der ONE Blog

Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.

Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.