Jul 17th, 2012 5:44 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top Nachrichten des Tages:
1. Südafrikanische Innenministerin übernimmt Spitze der Afrikanischen Union
Viele Zeitungen, darunter die Süddeutsche, der Tagesspiegel und der Focus, berichteten heute über Nkosazana Dlamini-Zuma, neue Kommissionspräsidentin der Afrikanischen Union (AU). Die südafrikanische Innenministerin und ehemalige Frau des südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma wurde am Sonntag beim vierten Wahlgang von 39 der 51 Delegationen gewählt (Focus). Dlamini-Zuma sei die erste Frau an der Spitze der Organisation und sehe ihren Wahlsieg auch als Zeichen für die Emanzipation der Frauen in Afrika. Die ausgebildete Ärztin gelte als tatkräftige und erfahrene Politikerin, schreibt der Tagesspiegel. Dlamini-Zuma kündigte an, die AU effizienter machen zu wollen. Sie wurde vor allem von den englischsprachigen Staaten und der südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft unterstützt, während ihr Kontrahent und vorheriger Amtsinhaber Jean Ping aus Gabun überwiegend von den französischsprachigen Staaten Afrikas gefördert wurde. Die Wahl hätte somit eine Spaltung des Kontinents entlang sprachlicher Grenzen offengelegt, so die Süddeutsche.
2. Erfolge der Süd-Süd-Kooperationen
Lawrence del Gigante berichtete heute in der Tageszeitung neues deutschland von den Erfolgen des UN-Ausschusses Süd-Süd-Kooperation (SSC). Der Präsident des Ausschusses, John Ashe, sagte: „Die SSC ist ein wichtiges Vehikel, aber nicht als Ersatz für die Nord-Süd-Kooperation gedacht“. Der größte Finanzgeber der SSC sei Japan. Die japanische Regierung unterstütze auch die Initiative „Neuer Reis für Afrika“ (Nerica), zusammen mit der Afrikanischen Entwicklungsbank und dem Weltentwicklungsprogramm UNDP. Das Projekt laufe bereits seit 15 Jahren. Im Rahmen von Nerica würden Afrikanische und Asiatische Reissorten gekreuzt um die Ernteerträge zu steigern. Dieser Mischreis vereine die positiven Eigenschaften der afrikanischen Pflanze, die an die Umweltbedingungen vor Ort angepasst sei, und des robusteren asiatischen Reises, so neues deutschland. Der Reis wurde bereits in 31 Ländern Afrikas angepflanzt und habe unter anderem zur Reduzierung der Armut in Uganda und Benin beigetragen.
3. Genetisch veränderte Bakterien könnten Malaria ausrotten
Werner Bartens stellt heute in der Süddeutschen eine Entdeckung vor, die Malaria ausrotten könnte. Mikrobiologen aus Baltimore hätten im Labor ein Bakterium modifiziert, das normalerweise im Darm der Anopheles-Mücke lebe. Durch die gentechnische Veränderung produziere es ein Gift, das dazu führe, dass der Malaria-Parasit Plasmodium falciparum nicht mehr in dem Moskito überleben und folglich auch keine weiteren Menschen anstecken könne, so die Süddeutsche. Durch das Bakterium würde die Menge der Parasiten im Moskito um 98 Prozent reduziert. Die Forscher stellten in Aussicht, dass der Anteil der Mücken, die Malaria Parasiten beherbergten, um 84 Prozent gesenkt werden könne. Dabei sei der von den Gentech-Bakterien produzierte Giftstoff weder für die Mücken noch für den Menschen schädlich.
TAGS: Afrika, Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB), Afrikanische Union, Benin, Entwicklungszusammenarbeit, Ernährung, Gabun, Malaria, Südafrika, Uganda, UNO, Was wir lesen
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