Jul 11th, 2012 5:37 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top Nachrichten des Tages:
1. Die Weltbevölkerung wächst uns über den Kopf
Viele Zeitungen, wie die FAZ, die Welt oder die Presse, schreiben am heutigen UN Weltbevölkerungstag über den schnellen Anstieg der Weltbevölkerung. die Presse vergleicht die Weltbevölkerung von heute (mehr als sieben Milliarden) mit der Bevölkerung 1959 (drei Milliarden). Die FAZ berichtet, die Welt wachse jedes Jahr um 83 Millionen Menschen – ein Deutschland extra jährlich. Der größte Motor des Wachstums seien die Entwicklungsländer. In Afrika etwa werde sich die Zahl der Menschen in diesem Jahrhundert auf 3,5 Milliarden mehr als verdreifachen. In der FAZ sagte der Direktor des Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, Reiner Klingholz, die ärmsten Länder kämen „mit dem Investieren nicht hinterher“. Bei einer Gesamtfruchtbarkeitsrate von 7, wie zum Beispiel in Niger, könne die Infrastruktur nicht schnell genug ausgebaut werden. Wichtig sei in diesem Zusammenhang die Familienplanung. Solche Programme hätten 1994 einen Paradigmenwechsel erfahren. Während solche Programme früher eher einen Zwangscharakter gehabt hätten, stütze man sich heute auf Menschenrechte um die Selbstbestimmung von Frauen zu stärken, so die Presse.
2. Der Global Fund trägt zur Eindämmung von AIDS in Indonesien bei
Der Bund berichtet heute in einem langen Artikel über die Erfolge des Global Funds, Aids in Indonesien einzudämmen. In dem größten muslimischen Land der Welt sei es aufgrund von kulturellen und religiösen Werten besonders schwierig diese Aufgabe zu bewältigen. Die Scharia verbiete Sexualaufklärung für Jugendliche. Homosexualität und Prostitution würden geächtet. Verglichen mit einigen afrikanischen Staaten sei die HIV-Rate, mit weniger als einem Prozent der Bevölkerung, nicht so hoch. Bei 233 Millionen Einwohnern, gäbe es jedoch trotzdem viele Betroffene. UNAIDS schätze, dass 310.000 Erwachsene mit HIV leben; das indonesische Gesundheitsministerium rechnet 6,4 Millionen Menschen zu „Hochrisikogruppen“. Seit 2004 habe der Global Fund die nationale Aids-Kommission, das Gesundheitsministerium und indonesische Hilfsorganisationen im Kampf gegen das Virus mit mehr als 120 Millionen Dollar unterstützt. Dadurch hätte nun jeder Zugang zu Kondomen und dort wo riskanter Sex stattfinde, würden gegen den Willen der Regierung Sexualkunde betrieben und Kondome propagiert. Der Fund werde größtenteils von Staaten finanziert. Die Bill und Melinda Gates Foundation steuerte dem Fond bis Ende 2011 auch 800 Millionen Dollar bei.
3. Die Aids-Krise verändert soziale Strukturen in Afrika
Laut dem aerzteblatt verändere die Aids-Krise die afrikanische Gesellschaft. Einerseits könnten Nachbarschaften und Dorfgemeinschaften wichtiger werden. Andererseits würde zu gleich eine gegensätzliche Beobachtung gemacht. Wie der Gießener Soziologe und Afrika-Experte Reimer Gronemeyer bemerkte, gäbe es auch immer mehr Menschen, die aus dem Verbund ihrer Familie herausgefallen und auf sich gestellt seien. Generell gäbe es in fast jeder afrikanischen Familie jemanden, der an Stelle der Eltern die Verantwortung für Waisen übernähme. Jedoch würden solche Strukturen immer öfter an die Grenzen der Belastbarkeit geraten. „Wir erleben heutzutage Tanten oder Großmütter, die 15, 20 oder noch mehr verwandte Kinder aufgenommen haben“, sagte der Soziologe. Obwohl es immer mehr offizielle Kinderheime gäbe, sei die Akzeptanz dieser Institutionen schwierig. „Man kümmert sich noch um den Neffen dritten Grades, aber Kinder aus anderen Familien aufzunehmen, fällt doch sehr schwer“ sagte Gronemeyer.
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TAGS: Afrika, Bill Gates, Bill und Melinda Gates Stiftung, HIV/Aids, Kofi Annan, Niger, UNO, Was wir lesen
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