Jul 6th, 2012 2:06 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top Nachrichten des Tages:
1. Die EU plant zivile Einsätze in Krisengebieten Afrikas
Die Europäische Union hat mit der strategischen Planung ihrer internationalen Missionen begonnen. Margaretha Kopeinig berichtet heute in der österreichischen Tageszeitung Kurier von möglichen europäischen Einsätzen in Afrika. Dabei handele es sich um zivile Missionen, betonte Generalmajor Johann Pucher. Die EU habe „keinen Appetit auf militärische Operationen“, sagte er. Mali, Sudan, Nigeria und Libyen gelten derzeit als Hotspots. Pucher bestätigte: „Ein möglicher EU-Einsatz ziviler Art in Mali sowie eine Unterstützungsmission für den Aufbau von Grenzkontrollen in Libyen stehen bevor”. Die Beschlüsse dazu sollen in den kommenden Wochen fallen. Diese Missionen würden von der EU, nicht von der NATO übernommen werden. Im NATO-Hauptquartier gelte es als abgemacht, dass Afrika-Einsätze in der Verantwortung der EU lägen. Der österreichische Verteidigungsminister, Norbert Darabos, fügte hinzu: „Afrika ist eine jener Krisenregionen, die künftig noch stärker in den Fokus kommen werden.“
2. Niebel sagt Afghanistan 430 Millionen Euro zu
Einige Zeitungen, wie das Handelsblatt, die Frankfurter Rundschau und die taz, berichten heute, Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) habe Afghanistan jährlich rund 430 Millionen Euro finanzielle Hilfe versprochen. Dies bestätigte er gestern mit Blick auf die bevorstehende Afghanistan-Konferenz, welche diesen Samstag und Sonntag in Tokio stattfindet. „Wir werden unsere Unterstützung auf dem bisherigen finanziellen Niveau von bis zu 430 Millionen Euro pro Jahr verstetigen” sagte Niebel am Donnerstag. Somit wolle er die afghanische Bevölkerung ermuntern, „ihr beeindruckendes Engagement fortzuführen“, so die taz. Der afghanische Präsident Hamid Karzai, wolle bei der Konferenz versuchen, finanzielle Zusagen in der Höhe von insgesamt 3,1 Milliarden Euro pro Jahr ab 2015 zu erzielen.
3. Soziologen untersuchen die Folgen der AIDS-Waisen-Krise in Namibia
Der Evangelische Presse Dienst (epd) berichtet heute von einem Forschungsprojekt der Universität Gießen, welches in Namibia die sozialen Folgen der Aids-Waisen-Krise untersucht. Es sei auffällig, dass die Waisen in Namibia nicht massenhaft verstört oder schlecht sozialisiert seien. Den Grund dafür vermuten die Wissenschaftler in den gesellschaftlichen Strukturen. Experten schätzen, dass es in Afrika 15 Millionen Minderjährige gibt, die einen oder beide Elterteile durch AIDS verloren haben. Diese Waisen würden meistens von ihrer Großfamilie aufgenommen. Laut einer Mitarbeiterin des Forschungsprojekts, Julia Erb, seien „Afrikanische Kinder weitaus weniger an ihre leiblichen Eltern gebunden als das bei uns der Fall sei.“ Durch die hohe Zahl der Erkrankten und Verstorbenen durch die AIDS Epidemie, sowie die Modernisierungsprozesse wie z.B. Urbanisierung, gerieten die Großfamilien jedoch an ihre Grezen, schreibt der epd.
TAGS: Afrika, Dirk Niebel, Mali
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