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Erstmals ein Arzt an der Weltbankspitze. Die Top Nachrichten des Tages


Jul 2nd, 2012 4:35 PM UTC
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Die Top Nachrichten des Tages:

  1. Erstmals ein Arzt an der Weltbankspitze
  2. Finanztransaktionssteuer wird mehr Geld generieren als erwartet
  3. Amtsantritt der neuen GIZ-Chefin Tanja Gönner

1. Erstmals ein Arzt an der Weltbankspitze

Viele Zeitungen wie die Welt, der Focus und das Hamburger Abendblatt berichteten heute und übers Wochenende über den Amtsantritt von Jim Yong Kim am 1. Juli als Weltbank-Chef. Obwohl im diesjährigen Auswahlprozess erstmals auch Gegenkandidaten zugelassen waren, konnte sich abermals der von der US-Regierung nominierte, amerikanische Kandidat durchsetzten. Kim, der von seinem Landsmann Robert Zoellick das Amtsgeschäft übernimmt, gelte als ‚unorthodoxe Wahl’ und werde von vielen Experten skeptisch gesehen. Anders als seine Vorgänger sei Kim kein Finanzfachmann sondern Arzt. Aufbauend auf seine Erfahrungen plant er die Weltbank mehr auf Gesundheitsthemen auszurichten. Er selber ist Mitgründer der humanitären Einrichtung ‚Partners in Health‘ und war Direktor der Aids- und HIV-Abteilung bei der Weltgesundheitsorganisation. In einem Interview mit der Zeit sagt der Enwicklungsexperte Erich Vogt, Kim sei „der erste Präsident in der gut sechzigjährigen Geschichte der Weltbank, dem man nicht erklären muss, was Entwicklungszusammenarbeit ist“. Zudem sagte er: „Ich könnte mir vorstellen, dass Kim die Weltbank gezielt auf die Themen Hunger, Wasser , Gesundheit und Bildung ausrichtet.“

2. Finanztransaktionssteuer wird mehr Geld generieren als erwartet

Basiert auf einen Artikel des Spiegels, berichteten gestern einige Zeitungen über Erwartungen an Einnahmen aus der Finanztransaktionssteuer, die laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) weitaus höher ausfallen könnten als erwartet. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kalkulierte bislang mit zwei Milliarden Euro pro Jahr. Das DIW rechnete nun mit einem jährlichen Aufkommen von bis zu 11,2 Milliarden Euro, so der Spiegel. Durch die Steuer müssten Käufer und Verkäufer beim Aktienhandel jeweils eine Steuer in Höhe von 0,1 Prozent zahlen, bei Termingeschäften 0,01 Prozent. Die DIW-Studie berücksichtige auch, dass ein Teil der Umsätze in Länder ohne eine solche Steuer verlagert werden würde. Desweiteren berichtete die Märkische Allgemeine, dass die Bundesregierung fordere, dass das Geld aus dem Euro-Rettungsfonds (ESM) nur Finanzinstitute erhalten können, deren Länder sich auch an der Finanzsteuer beteiligen. Am Freitag hatten sich Bundestag und Bundesrat den ESM und den Fiskalpakt beschlossen, während Koalition und Opposition sich auf die Einführung einer Finanztransaktionssteuer einigten.

3. Amtsantritt der neuen GIZ-Chefin Tanja Gönner

Die Frankfurter Neue Presse und das Handelsblatt berichteten am Samstag über den Amtsantritt von Tanja Gönner als neue Vorstandsprecherin der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) am 1. Juli. Die ehemalige CDU-Umweltministerin von Baden-Württemberg ersetzt somit Bernd Eisenblätter der aus Altersgründen seine Tätigkeit beendet. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa unterstreicht die frühere Politikerin ihre Überparteilichkeit. Es sei nicht die Aufgabe des GIZ, politische Ratschläge zu geben, sonder fachkompetent zu beraten. Auf die Frage hin, ob sie mehr private Aufträge fördern möchte antwortet Gönner: „Wenn wir weltweit der Dienstleister Nummer eins für nachhaltige Entwicklung werden wollen, darf das nicht nur auf staatlichen Entwicklungshilfegelder beruhen“.

TAGS: CDU/CSU, Entwicklungszusammenarbeit, EU, Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Gesundheit, Politik Aktuell, Was wir lesen, Weltbank

 

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