Jun 19th, 2012 2:41 PM UTC
By ONE Deutschland
Share
Die Top Nachrichten des Tages:
1. G20 Gipfel – Merkel unter Druck, Arme unterdrückt
Die Bild schreibt, eigentlich seien umweltfreundliches Wachstum, freier Welthandel, Klimaschutz, bessere Arbeitsbedingungen und die Mitspracherechte beim Internationale Währungsfond auf der Agenda der G20. Stattdessen stehe aber die Euro-Krise im Mittelpunkt und alle Augen seien auf Bundeskanzlerin Merkel gerichtet. Die europäischen Vertreter beim Gipfel in Mexiko: Frankreich, Italien, Großbritannien und Deutschland, hätten es nicht geschafft eine einheitliche Position zu bilden. Während Frankreich und Italien sowie auch die USA auf schnelle Erfolge durch Wachstumsprogramme setzten, bestehe Merkel darauf, dass vorallem die Ursachen der Probleme angegangen werden müssten wie z.B. zu hohe Staatsverschuldung und fehlender Wettbewerb (Süddeutsche). Jedoch brauchten diese Maßnahmen Zeit, Zeit welche viele Länder nicht hätten. Somit werde Deutschland als Schuldenbremse gesehen und gerät unter Druck. Mexiko als gastgebebendes Schwellenland bemühte sich zumindest am zweiten Besprechungstag auch Entwicklungsthemen wie Ernährung oder Infrastruktur und die Förderung des Klimaschutzes zur Sprache zu bringen (Zeit). Zusätzlich wiesen auch Hilfsorganisationen wie z.B. Oxfam darauf hin, dass die Diskussion über Armut nicht zu kurz kommen dürfe (Tagsspiegel).
2. Schwellenländer beteiligen sich beim IWF und wollen mehr Mitspracherecht
Beim G20 Gipfel in Mexiko hat die Chefin des Internationalen Währungsfond (IWF), Christine Lagarde, konkrete Versprechen von zwölf weiteren Ländern, für eine Beteiligung am Krisenfonds erhalten. Zusagen für erhöhte Einlagen beim IWF bestehen bereits seit April. Jedoch forderten die Schwellenländer im Gegenzug für die Unterstützung des IWFs auch mehr Mitspracherecht. Obwohl laut Spiegel die BRICS-Staaten, sprich Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, 42 Prozent der Welbevölkerung und 18 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung stellten, seien sie bislang in den Entscheidungsgremien des IWF stark unterrepräsentiert. Laut FAZ will China 43 Mrd. US-Dollar zum IWF beisteuern während Indien, Brasilien, Russland und Mexiko jeweils 10 Mrd. versprachen. Die Türkei wird 5 Mrd. US-Dollar bereitstellen und weitere Länder jeweils eine Milliarde. Zum Vergleich: Deutschland beteiligt sich mit 55 Mrd. Dollar.
3. Niebel hätte seinen Teppich doch verzollen müssen
Erneute Wende in der Teppich-Affäre. Bundesminister Niebel (FDP) hätte wohl Recht mit seiner Aussage vom vergangenen Donnerstag, „Teppiche aus Afghanistan sind überhaupt nicht zollpflichtig“. Da das Land zu den ärmsten Entwicklungländern der Welt zählt, sind Importe afghanischer Waren in die Europäische Union vom Zoll befreit. Allerdings, so berichtet heute die Welt, sei eine wichtige Voraussetzung für die Zollbefreiung, dass die Ware im Voraus als zollfrei deklariert wurde. Das Bundesfinanzministerium besteht darauf, dass im Einzelfall der Nachweis für eine Zollbefreiung auch im Nachhinein vorgelegt werden könnte. Die Zöllner berufen sich auf Artikel 212a des Zollkodexes welcher besagt, dass „bei vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Vorschriftenverletzung eine nachträgliche Vorzugsbehandlung“ nicht möglich sei. Da sich niemand im Voraus um die Formalitäten der Zollbefreiung gekümmert hat, gelte Niebels Teppicheinfuhr nun wohl doch als Schmuggel. Außerdem stehe noch die Frage offen, wer für die vermeintliche Straftat verantwortlich gemacht werden könne: Bundesminister Niebel, der Pilot des Flugzeuges, mit welchem der Niebels Teppich transportiert wurde, oder der BND Mitarbeiter, welcher den Transport mit der BND Maschine vereinbarte.
+++ Fiskalpakt – Abstimmung noch vor dem EU-Gipfel? +++
+++ Flüchtlinge – Die meisten werden von Entwicklungsländern aufgenommen +++
TAGS: Angela Merkel, BRIC-Staaten, Deutschland, Dirk Niebel, FDP, Frankreich, G20, Großbritannien, Indien, Oxfam, Russland, Südafrika, USA, Was wir lesen
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.

16.10.2012 at 21:56
Hmm? Wenn Angerer nunmal sagt, sie ist in alle Richtungen offen oder buslxieel, dann ist das halt so. Wird sie wohl wissen.Das ist schon bissle zum Me4usemelken: Der Artikel dankt noch ffcr den Mut zum Outing, aber in den Kommentaren geht sofort das Genf6le los. Bei so viel grodfzfcgiger Akzeptanz sogar in der angeblich sehnsfcchtig wartenden Community, kann man_frau_sonstige kaum eine_r Fudfballer_in irgendein Outing empfehlen.Und selbst wenn es so we4re, dass das Coming Out als postlesbisch, buslxieel, gegenschubladen hier als der einfachere Weg gegenfcber lesbisch sein gewe4hlt wurde, big fucking deal. Ich bin froh, dass sich gerade im Vorfeld dieser Weltmeisterschaft, in der Frauenfudfball als reine Familienunterhaltung inszeniert wird und pferdeschwanztragende Me4dchen mit ihren zahlungskre4ftigen Eltern im Hintergrund die Hauptzielgruppe des Turniers zu sein scheinen, fcberhaupt irgendwas Queeres in die Vorberichterstattung schleicht.Angerer hat auf eine Frage mit so einem Bart, die jedesmal vorher mit irgendwelchem Geschwurbel beantwortet wurde und auch diesmal wieder mit genug Raum zum Lavieren gestellt wurde, Stellung bezogen. Sie hat das dfcmmliche Geseiere als Fischen nach Information fcber ihre sexuelle Orientierung interpretiert und was dazu gesagt. Yay. Mehr gibt es hier nicht zu sehen.Also an dieser Stelle von mir: Danke, Natze! Bist eh ne Heldin, seit du in deiner Freiburger Zeit mal Werbung ffcr die taz gemacht hast. p.s.: Was ist das eigentlich mit dieser Biphobie? Ich versteh’s nicht. Das LGBT ist doch keine zufe4llige Buchstabenkombination. Bi kann jede , in welcher Realite4t denn? Es sind doch nicht die paar real medial existierenden Bisexuellen daran schuld, dass Idioten nicht kapieren wollen, was homo/lesbisch sein bedeutet. thinkpunk