Jun 7th, 2012 1:14 PM UTC
By ONE Deutschland
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1. Neue Studie sagt Rohstoff-Kriege voraus
Die Mitteldeutsche Zeitung und das Hamburger Abendblatt thematisieren eine neue Studie der Transatlantic Academy, in der die internationale Gemeinschaft angehalten wird, bei der Nutzung der knapper werdenden Ressourcen stärker zu kooperieren, um den Ausbruch von Rohstoff-Kriegen zu verhindern. Durch die weltweite Nachfrage nach Land, Energie, Wasser, Lebensmitteln sowie mineralischen Rohstoffen könnten die Märkte schwer gestört werden und gewaltsame Konflikte in Afrika, Asien und Lateinamerika entstehen. Darüber hinaus behinderten unzureichende Transparenz und illegaler Handel ein gutes Management und könnten zu erhöhten Preisen und Versorgungsengpässen führen. Deshalb müsse die transatlantische Gemeinschaft die Führung übernehmen, zugleich aber ihre Interessen mit denen aufstrebender Schwellenländer und Staaten im Bereich des Rohstoffexports besser abstimmen.
2. Militärische Intervention in Mali?
Laut der Zeitung Die Welt wappnet sich die Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (Ecowas) im Süden Algeriens für eine militärische Intervention in Mali. Nach dem Zusammenschluss der Tuareg-Rebellen mit der islamistischen Gruppierung Ansar al-Dine und der Gründung einer islamischen Republik im Norden Malis, sei Timbuktu ein Tummelplatz für Islamisten aus Nigeria, Libyen, Pakistan und Afghanistan. Nach Aussage des Bürgermeisters von Timbuktu sollen dort al-Qaida-Rekruten ausgebildet werden. Rauchen, Fernsehen, Alkoholgenuss und Videospiele seien verboten und in den Schulen Geschlechtertrennung eingeführt worden. „Wir werden sie aus dem Gebiet jagen“, kündigte Abdel-Fatau Musah, Direktor der Ecowas, an. Die militärische Intervention solle aber von einer Resolution im UN-Sicherheitsrat abgesichert sein. Dennoch könnte dieses militärische Unterfangen einen lang anhaltenden Guerillakrieg und Terroranschläge in Europa sowie den USA nach sich ziehen.
3. Der stern über Afrikas wirtschaftlichen Aufstieg
Marc Georgen kritisiert in einem Artikel im aktuellen stern, die meist negative Berichterstattung zu Afrika und weist auf Wachstum und Unternehmergeist hin. Am Beispiel von Ruanda, Botswana, Nigeria und Südafrika macht der Autor deutlich, dass Afrika nicht nur von Armut und Elend beherrscht sei, sondern auch viele Erfolge vorzuweisen habe. Fast überall in Afrika sinke die Anzahl der Kinder pro Familie, so dass das Verhältnis von jungen zu alten Menschen für die nächsten Jahre extrem gut sei. Vor allem die neu entstehende afrikanische Mittelschicht trage zum Erfolg Afrikas bei. Auch das Wirtschaftswunder in den Staaten Südostasiens gehe bis zu einem Drittel auf die „demographische Dividende“ zurück. Ökonomen hätten die Wirtschaftskraft dieser mit dem Begriff „Africa Two“ benannten Gesellschaftsschicht längst erkannt. Ihr gehörten mehr als 500 Millionen Menschen an und der Anteil derer, die weniger als die Hälfte ihres Gehalts für Nahrungsmittel ausgeben, werde in den kommenden zehn Jahren um 50 Prozent steigen. Link zum Medium
TAGS: Afrika, Allgemeines, Botsuana, ECOWAS, Mali, Nigeria, Regierungsführung, Rohstoffe, Ruanda, Südafrika, Was wir lesen
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