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„Entwicklungszusammenarbeit macht einen riesigen Unterschied“ – Michael Elliott im Gespräch. Die Zeitungsschau


May 24th, 2012 4:28 PM UTC
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Die Themen des Tages:

  1. „Entwicklungszusammenarbeit macht einen riesigen Unterschied“ – Michael Elliott im Gespräch
  2. Postengerangel gefährdet Klimaschutz
  3. Neuer Afrikabeauftragter im Auswärtigen Amt
  4. Afrika kann Europa helfen
  5. Erfolgsrezept Burundi: Kondome in Mode

1. „Entwicklungszusammenarbeit macht einen riesigen Unterschied“ – Michael Elliott im Gespräch

Im Gespräch mit Phillip Hedemann von der WELT betont Michael Elliott, Präsident von ONE, die Wichtigkeit von Entwicklungszusammenarbeit und ihre positiven Auswirkungen auf regionale Krisen. Vor allem durch Investitionen in Landwirtschaft und Technologien hätte beispielsweise die letzte Dürre Kenia und Äthiopien nicht so hart getroffen wie die verheerende Hungerkatastrophe in  den Jahren 1984/85. Auch der Kampf gegen HIV/Aids werde mit Entwicklungsgeldern erfolgreich vorangebracht. Aufgrund solcher Erfolge sei es besonders wichtig, dass die deutsche Regierung ihr Versprechen halte und den Etat für Entwicklungszusammenarbeit von derzeit 0,4 auf 0,7 Prozent erhöhe. Gleichzeitig müsse sich die deutsche Regierung dafür einsetzen, dass Entwicklungshilfe und Finanzströme im Bereich der Rohstoffförderung so transparent wie möglich gemacht werden, damit Korruption verhindert werden könne.

2. Postengerangel gefährdet Klimaschutz

Der „Grüne Klimafonds“ (GCF) der VN, der auf den Klimakonferenzen 2010 und 2011 beschlossen wurde und ab 2013 den Klimaschutz in armen Ländern finanzieren soll, stecke in einer Krise, berichtet taz.de. Der Fonds solle einen Teil der momentan rund 25 internationalen Programme zur Klimahilfe zusammenführen. Bisher konnten sich die Länder nicht auf die Besetzung des Verwaltungsrats mit 24 Mitgliedern aus allen Weltregionen einigen. Dies führe dazu, dass wichtige Entscheidungen wie etwa das Einsammeln und die Verteilung der Gelder oder die Ansiedelung des Fonds-Sekretariats nicht getroffen werden könnten. Auch die Hälfte der von Deutschland zugesagten Gelder, die insgesamt etwa zehn Prozent der Fonds-Finanzierung ausmachen, fällt weg. Es könne knapp werden, die Gelder bis zur nächsten Klimakonferenz in Doha im Dezember dieses Jahres zusammen zu bekommen.

3. Neuer Afrikabeauftragter im Auswärtigen Amt

Laut Tagesspiegel beendet der bisherige Afrikabeauftragte des Auswärtigen Amtes, Lindner, seine Arbeit und wechselt als Botschafter nach Venezuela. Sein Amtsnachfolger werde der bisherige Botschafter in Namibia, Egon Kochanke. Deutschland könne „in Afrika etwas bewirken“, so Lindner. Viele Afrikaner schätzten die Verlässlichkeit deutscher Zusagen und Deutschland habe – mit Ausnahme Namibias – ein „relativ leichtes koloniales Gepäck“. Lindner pflegte seine Kontakte in Afrika durch häufige Reisen auf den Kontinent. Schon vor seiner kurzen Amtszeit war  er als Botschafter in Kenia und war im Krisenstab des Auswärtigen Amts tätig.

4. Afrika kann Europa helfen

In einem Interview mit dem Tagesspiegel erklären der togoische Botschafter Essohanam Comla Paka und sein Botschafterkollege aus Benin, Isidore Bio, warum griechische Beamten viel von Afrika lernen könnten. „Mit Strukturanpassungsprogrammen des Internationalen Währungsfonds haben wir viele Erfahrungen. Wir haben das schon in den 80er Jahren hinter uns gelassen“, sagt Paka, der zugleich Sprecher der afrikanischen Botschafter in Berlin ist. Das nun die guten Zeiten vor dem Kontinent lägen, sei vor allem mit der erfolgreichen Zusammenarbeit der Länder in der Afrikanischen Union und Regionalorganisationen wie der Ecowas zu begründen. Die Ecowas habe beispielsweise die Krisen in Mali und Guinea-Bissau  nach den Putsch-Versuchen letzte Woche „sehr gut gehandhabt“, finden Paka und Bio. Dennoch gebe die Lage im Länderdreieck Mali, Mauretanien und Niger nach dem Machtwechsel in Libyen Anlass zur Sorge. Vor allem bei der Bekämpfung der kriminellen Geschäfte von Al-Qaida im Maghreb (Aqim) wünschten sich die Botschafter mehr Unterstützung vom Westen.

5. Erfolgsrezept Burundi: Kondome in Mode

Wie die Badische Zeitung berichtet, finanziert die deutsche Bundesregierung über die KfW Entwicklungsbank mit jährlich 250 000 Euro die Subvention von Kondomen in Burundi und ist damit äußerst erfolgreich – nicht nur im Kampf gegen das Bevölkerungswachstum, sondern vor allem im Bereich der AIDS-Prävention. Das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Verhütungsmitteln steige kontinuierlich an. Immer mehr Jugendliche in Burundi fänden die Verwendung von Kondomen „schick“. Das Erfolgsrezept liege zum einen an einem guten sozialen Marketing, das gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen durchgeführt werde. Zum anderen seien die subventionierten Kondome mit 100 Burundi-Francs (etwa acht Cent) erschwinglich. Obwohl mehr als zwei Drittel der Bevölkerung Burundis katholisch sei, sei der Anteil der Bevölkerung, der Verhütungsmittel nutze in den letzten zehn Jahren von fünf auf zwanzig Prozent gesteigert worden.

TAGS: Afrika, Afrikanische Union, Allgemeines, Benin, Burundi, Deutschland, ECOWAS, Entwicklungszusammenarbeit, Gesundheit, HIV/Aids, Klimawandel, Michael Elliott, Togo, UNO, Was wir lesen

 

  1. gillessays: Jan 13th, 2013 9:36 PM EST

    13.01.2013 at 21:36

    analyse des beitrag deutschlands zur entwicklungshilfe in benin.wie,warum,wann

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