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Können Unternehmen die Entwicklungszusammenarbeit stärken? Die Zeitungsschau


May 16th, 2012 4:48 PM UTC
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Die Themen des Tages:

  1. Können Unternehmen die Entwicklungszusammenarbeit stärken?
  2. Hunger und Dürren bedrohen Wirtschaft in Subsahara-Afrika
  3. UN-Nahrungs- und Landwirtschaftsorganisation weist auf Gefahr von Bodendegradation hin

1. Können Unternehmen die Entwicklungszusammenarbeit stärken?

Mit Blick auf den bevorstehenden G8-Gipfel in Camp David hinterfragt DIE ZEIT die Initiative des US-Präsidenten Obama, der mit der Unterstützung von Angela Merkel plane, verstärkt Unternehmen in die Entwicklungszusammenarbeit einzuspannen. Michael Windfuhr vom Deutschen Institut für Menschenrechte befürchte, dass die Unternehmen vor allem ihre eigenen Interessen verfolgten und weniger auf die Bedürfnisse der Ärmsten eingingen. Die schnelle Einführung von westlichen Anbaumethoden und Lebensmittelketten könne den Bankrott vieler lokaler Firmen, Händler und Kleinbauern zur Folge haben. Um Landkäufe im großen Stil durch Unternehmen einzuschränken, verabschiedete das Komitee für Ernährungssicherheit der Welt (CFS) deshalb neue Leitlinien für Investitionen in Land, Fischgründe und Wälder. Zwar gelten diese Regeln als Meilenstein für die Umsetzung des Menschenrechts auf Nahrung, leider sei deren Einhaltung aber auf freiwilliger Basis. Zu der Frage, ob die G8-Staaten den Verpflichtungen, die sie 2009 in der L´Aquila-Initiative für Nahrungsmittelsicherheit festgeschrieben hatten, nachgekommen seien, kritisiere ONE, dass noch viel Spielraum für Verbesserungen bliebe, da die Geberländer von den 22 Milliarden Dollar erst 22 Prozent ausbezahlt und 26 Prozent zugesagt hätten.

2. Hunger und Dürren bedrohen Wirtschaft in Subsahara-Afrika

Hungersnöte und Dürren bedrohen die wirtschaftliche Entwicklung in Subsahara-Afrika. Dies ginge, wie der Reutlinger General-Anzeiger schreibt, aus einem Bericht der UN-Entwicklungshilfeorganisation UNDP hervor. Die Chefin der  Organisation, Helen Clark, kritisiere, dass auch das zum Teil sehr starke Wirtschaftswachstum den Hunger und die Unterernährung in der Region nicht beseitigen könne. In Afrika südlich der Sahara lebten 856 Millionen Menschen, von denen jeder Vierte unterernährt sei.

3. UN-Nahrungs- und Landwirtschaftsorganisation weist auf Gefahr von Bodendegradation hin

Wie der Weser Kurier berichtet, mache die Nahrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) darauf aufmerksam, dass rund ein Viertel der Landflächen ein hohes Maß an Bodendegradation aufwiesen. Bodendegradation bezeichnet einen Vorgang, bei dem Böden durch zu intensive wirtschaftliche Nutzung, giftige Chemikalien oder andere Einflüsse so viel Nährstoffe verlieren, dass sie sich nicht wieder erholen könnten. Besonders stark davon betroffen seien unter anderem Gebiete am Horn von Afrika, der Westküste von Amerika und der Mittelmeerraum. Dies sei ein wachsendes Problem, vor allem da eine mögliche Folge der fortschreitenden Bodendegradation die Bildung von Wüsten sei. Darüber hinaus spiele auch die Versiegelung von fruchtbarem Boden, beispielsweise durch Straßen und Häuser vor allem in Europa eine immer größere Rolle. Häufig sei aber auch eine Überweidung an der Verschlechterung an der Degradation von Flächen schuld. Besonders davon betroffen seien Gebiete, in denen es regelmäßig regne, belegten Forscher in ihrer Studie, deren Ergebnisse im Fachjournal „Ecological Applications“ veröffentlicht wurde.

TAGS: Afrika, Angela Merkel, Äthiopien, Barack Obama, Entwicklungszusammenarbeit, Ernährung, EU, FAO, G8, Landwirtschaft, Niederlande, ONE, UNO, USA, Was wir lesen

 

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