Oct 5th, 2012 3:12 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top-Themen des Tages:
1. Klima-Flüchtlinge sollen anerkannt werden
Die Süddeutsche Zeitung berichtete heute, dass Norwegen und Schweden eine Initiative starteten, um Klimaflüchtlinge besser zu schützen. Die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 lege fest, dass alle Menschen, die wegen ihrer politischen Einstellung, ihres Glaubens, ihrer Rasse oder aus sozialen Gründen verfolgt werden, unter Schutz gestellt werden sollten. Dies berücksichtige jedoch nicht die Klimaflüchtlinge, die ihr Land verlassen, um vor Naturkatastrophen Schutz zu suchen. Eine Mehrzahl der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union hätte vergangenen Dezember einen Vorschlag vom Hochkommissar des UN-Flüchtlingshilfswerkes UNHCR zur Anerkennung der Flüchtlinge abgelehnt. Jetzt wollten Schweden und Norwegen in den kommenden drei Jahren Einzelgespräche mit den EU Ländern führen, um sie doch noch von der Idee zu überzeugen.
2. Erfolge bei der Bekämpfung von Tropenkrankheiten
Durch umfassende Entwicklungspartnerschaften und zahlreiche Programme sind Fortschritte im Kampf gegen häufig vernachlässigte Tropenkrankheiten (Negleted Tropical Diseases, NTD) zu verzeichnen. Die Ärzte Zeitung und weitere berichteten gestern, dass auf der Welt mehr als 1,4 Milliarden Menschen mit NTD infiziert seien, unter anderem auch 500 Millionen Kinder. Die Folgen solcher Krankheiten seien nicht nur die Krankheitserscheinungen selbst, wie Erblindung, massive Schwellungen, Anämie und weitere, sondern auch verstärkte Armut, da die Menschen nicht zur Schule oder zur Arbeit gehen könnten. Um das Ziel der World Health Organisation erreichen zu können, NTD bis 2020 stark einzudämmen oder ganz auszurotten, , forderten Ärzte und Vertreter anderen Organisationen, wie die Bill & Melinda Gates Stiftung, noch mehr Entwicklungszusammenarbeit in diesem Bereich.
3. Landgrabbing ist Schuld an Armut und Hunger
Die Zeit online, ZDF heute und weitere berichteten heute von dem neuesten Oxfam Bericht „Unser Land, unsere Leben“. In diesem werde erklärt, dass der Verkauf von Ackerland in Entwicklungsländern an ausländische Investoren oftmals zu verstärkter Armut und Hunger führe. Auch wenn die Investitionen eigentlich positive Effekte erzielen sollten, gehe in der Praxis dadurch wertvolles Ackerland für die Produktion von Nahrung vor Ort verloren. Dieses sogenannte Landgrabbing werde vor allem durch die Weltbank gesteuert. Aus diesem Grund forderte Oxfam die Weltbank jetzt auf, diese Aktivitäten für 6 Monate einzustellen und stattdessen ihre Leitlinien für die Agrarpolitik zu überdenken. Sie solle „ein Zeichen setzen“ für alle Investoren und Regierungen.
TAGS: Afrika, Bill und Melinda Gates Stiftung, EU, Gesundheit, Impfungen, Klimawandel, Landwirtschaft, Oxfam, UNO, Vernachlässigte Tropenkrankheiten, Was wir lesen, Weltgesundheitsorganisation (WHO)
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