Aug 23rd, 2012 5:17 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top-Themen des Tages:
1. Die Lage in Südafrika nach den tödlichen Ausschreitungen
In der Süddeutschen Zeitung erklärt Arne Perras die Lage in Südafrika nach den Zusammenstoß von Polizisten und demonstrierenden Minenarbeitern bei der Platinmine von Marikana am 16. August bei dem 34 Arbeiter erschossen wurden. Der blutige Vorfall, 18 Jahre nach dem Ende der Apartheit, würde eine neue Wunde aufreißen, in einer Gesellschaft, die hoffte, solche Gewalt sei Vergangenheit. Der Ausnahmezustand schüre Wut und Angst. Die Kumpel seien wütend auf die Polizei, die laut den Arbeitern die Gewalttat geplant hätten. Sie seien wütend auf die Gewerkschaft, von der sie sich verraten fühlten, weil sie sich gegen einen Streik stemmte. Wütend auf die Regierungspartei ANC, weil sie sich so wenig um das Schicksaal der Kumpel gekümmert habe. Sie seien enttäuscht von Präsident Zuma, weil dieser wenig Mitgefühl zeige und nichts weiter unternehme, außer eine Sonderkommission für die Aufklärung des Vorfalls anzuordnen. Das Vakuum an der Spitze würden andere Politiker, wie der Chef der ANC-Jugendliga Julius Malema, ausnutzen, um den Machtkampf anzuheizen. Zudem würden sich nun die Arbeiter gegenseitig bedrohen. Ein Führer der Demonstranten habe gerufen: „Sagt euren Nachbarn, dass sie auch morgen nicht zur Arbeit gehen sollen. Und macht ihnen klar, dass es ansonsten Ärger gibt.“
2. Glencore – einer von vielen Rohstoffkonzernen in der Schweiz
Die Wiener Zeitung berichtet heute von dem Rohstoffunternehmen Glencore und warum die Schweiz ein beliebter Sitz für Rohstoffkonzerne sei. Glencore sei nahezu 60 Milliarden Dollar wert und würde fast mit allen Rohstoffen handeln. Der weltgrößte unabhängige Ölhändler sei auch einer der größten Getreide-Exporteure. Der Konzern habe kürzlich den kanadisch-australischen Getreide-Handelskonzern Viterra gekauft. Glencore-Direktor Mahoney habe bei der Präsentation der Halbjahreszahlen festgestellt, dass die Dürre in den USA gute Geschäftsmöglichkeiten für Glencore biete, vor allem nach dem Kauf von Viterra. Als nächstes sei der Erwerb des Minen-Konzerns Xstrata geplant. Ein Analyst sagte: „Mit Xstrata würde Glencore von der Sahara bis Südafrika fast alles gehören.“ Die Schweiz sei durch mehrere Vorteile zum Anziehungspunkt für große Rohstoffhandelskonzerne geworden: Bankgeheimnis, niedrige Steuern, hoher Lebensstandard und kein EU-Mitglied. Während die EU versuche, Rohstoffgeschäfte transparenter zu machen, biete die Schweiz Konzernen wie Glencore gute Bedingungen, um ihre Verschwiegenheit zu pflegen, so die Wiener Zeitung.
3. Ethnische Kämpfe in Kenia
Tobias Zick berichtet in der Süddeutschen Zeitung von ethnischen Kämpfen in Kenia am Dienstagabend bei denen mindestens 48 Menschen getötet wurden. Diese seien die schwersten ethnisch geprägten Ausschreitungen in Kenia seit den Präsidentschaftswahlen Ende 2007. Bei dem Streit gerieten Angehörige der christlichen Gruppe Pokomo und der muslimischen Orma beim Dorf Reketa im Distrikt Tana River aneinander. Laut Behörden würde es zwischen den beiden Volksgruppen immer wieder zu Konflikten um Land und Zugang zu Wasser am Fluss Tana kommen. In Kenia seien die nächsten Wahlen für März 2013 geplant. Beobachter befürchten, dass es erneut zu ähnlichen Ausschreitungen wie in 2007 kommen könnte. Damals starben mehr als 1100 Menschen. 600 000 wurden vertrieben und Tausende lebten noch immer in Lagern und provisorischen Dörfern. Staatliche und zivilgesellschaftliche Organisationen würden an Versöhnungsprojekten arbeiten um einen Konflikt vorzubeugen.
TAGS: EU, Handel, Kenia, Regierungsführung, Rohstoffe, Südafrika, Was wir lesen
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