Jul 27th, 2012 2:56 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top Nachrichten des Tages:
1. Tausende Kinder fliehen vor den Kämpfen im Ostkongo
Viele Zeitungen, wie die Süddeutsche und der Spiegel, berichten heute, dass immer mehr Kinder vor den Kämpfen im Ostkongo aus Angst vor Zwangsrekrutierung auf der Flucht sind. In der Region verschärfe sich der Kampf zwischen den Regierungstruppen und der Rebellenarmee M23. Ein Mitarbeiter von World Vision Kongo sagte: „Wir wissen, dass vor kurzem fast 200 Kinder von bewaffneten Gruppen entführt und gezwungen wurden, sich den Kämpfen anzuschließen“ (Spiegel). Viele Kinder kämen in den Flüchtlingslagern in Uganda und Ruanda an, andere würden sich in den Wäldern der kongolesischen Provinz Nordkivu verstecken, so die Süddeutsche. Viele von ihnen seien unter 15 Jahre alt und von ihren Eltern getrennt, berichtete World Vision Uganda. Hilfsorganisationen aus Ruanda berichteten, dass viele von ihnen krank und unterernährt seien und dringend medizinische Hilfe bräuchten.
2. Steigende Resistenzraten und Kommerz hemmen Kampf gegen HIV/AIDS
Einige Zeitungen wie das Hamburger Abendblatt machten gestern darauf aufmerksam, dass Resistenzen gegen HIV Medikamente weiter zunehmen und den Kampf gegen das Virus gefährden könnten. Aus dem jüngsten Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehe hervor, dass bei rund sieben Prozent der Menschen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, die im Jahr 2010 eine HIV-Therapie begonnen hatten, die Medikamente wirkungslos geblieben seien. In Ländern mit hohem Durchschnittseinkommen seien es schon zwischen 10 und 17 Prozent gewesen. Laut Ravinda Gupta vom University College in London läge die Resistenzrate in Ostafrika bereits bei fast 30 Prozent. In Südafrika sei sie mittlerweile auf 14 Prozent pro Jahr gestiegen, so Gupta. Der Focus bezog sich außerdem auf die Kritik von Hilfsorganisationen, dass kommerzielle Interessen und mangelnder politischer Wille den Kampf gegen HIV und Aids behinderten. Nathan Ford von „Ärzte ohne Grenzen“ hatte auf der Welt-Aids-Konferenz darauf hingewiesen, dass viele HIV-Präparate mittlerweile zwar wesentlich preiswerter geworden seien, viele Infizierte jedoch aufgrund der Resistenzen neuere Medikamente benötigten. Diese seien vor allem aufgrund der kommerziellen Interessen der Pharma-Konzerne bis zu 15 Mal teurer und damit für viele Menschen unerschwinglich.
3. Deutschland investiert vergleichsweise wenig in die Aids-Bekämpfung
In einem Artikel im Schwarzwälder-Bote wurde kritisiert, dass Deutschland sich zu wenig im Kampf gegen Aids einsetzte. Laut Ärzte ohne Grenzen würde Deutschland zur Aids-Bekämpfung finanziell vergleichsweise wenig beisteuern. Laut einem Bericht der Kaiser Family Foundation, einem gemeinnützigen US-Unternehmen, zahle Deutschland 85 Dollar (etwa 70 Euro) pro eine Million Dollar des Bruttoinlandprodukts für internationale HIV-Bekämpfung, so der Schwarzwälder-Bote. Zum Vergleich: In den USA seien es 299 Dollar (etwa 250 Euro) und in Großbritannien sogar mehr als 400 Dollar (rund 330 Euro).
+++ UN-Chef fordert bindendes Waffenhandelsabkommen +++
TAGS: Deutschland, DR Kongo, Gesundheit von Kindern, Großbritannien, HIV/Aids, Südafrika, USA, Was wir lesen, Weltgesundheitsorganisation (WHO)
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