Jul 23rd, 2012 6:20 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top Nachrichten des Tages:
1. Deutsche Bank der richtige Partner für EZ-Investmentfonds?
Steven Geyer berichtet heute in der Frankfurter Rundschau über den Investmentfonds (AATIF), den Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) Anfang des Jahres zusammen mit der staatlichen KfW-Bank gründete. Der Fonds ziehe Kritik auf sich zum einen, weil der Fonds „sowohl Rendite abwerfen als auch Armut bekämpfen soll“, schreibt Geyer. Zum anderen, weil der private Partner und Manager des Fonds die Deutsche Bank sei. Die Deutsche Bank trage durch ihre Agrar- und Land-Spekulationen eine Mitschuld am Hunger in Afrika, kritisiert etwa Foodwatch. Der Africa Agriculture and Trade Investment Fund (AATIF) solle Privatgeld nach Afrika holen. Was der Opposition Sorge bereite, seien die Bedingungen unter welchen der Fonds abgeschlossen wurde. Somit würde der Bund bei Verlusten das größte Risiko tragen wobei die Gewinne zuerst an die Privatwirtschaft und die Banken gehen würden. Jedoch gibt sich Geyer in seinem Kommentar in der Frankfurter Rundschau optimistisch. Wenn das Entwicklungsministerium die versprochenen strikten Sozial-, Umwelt- und Anti-Spekulationsvorgaben durchsetze, dann könne diese Partnerschaft zwischen Bund und Privatpartner mehr bewirken als Steuergelder alleine.
2. Dürre in den USA lässt Agrarrohstoff-Preise in die Höhe steigen
Der Focus berichtete am Sonntag, dass die Dürre in den USA einen erheblichen Einfluss auf die Weltmärkte habe. In den USA seien auf Grund schwerer Trockenheit mehr als ein Drittel der Maispflanzen verdorrt. Der Mais habe sich in den vergangenen Wochen um rund 70 Prozent verteuert, der Weizen um mehr als ein Drittel. Somit sei der Mais so teuer wie noch nie und der Getreidepreis habe seinen höchsten Stand seit eineinhalb Jahren erreicht. Im Gegensatz zur letzten Preisspitze von Grundnahrungsmitteln in 2008 sei aber zumindest ausreichend Reis vorhanden. Laut Leon Leschus, Rohstoffexperte beim Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI), sei keine Verbesserung des Wetters in Sicht und die Lage würde sich durch eine Dürre in Russland zusätzlich verschärfen. Des Weiteren würden Rohstoffspekulanten mitziehen und die Preise in die Höhe treiben. Die ansteigenden Agrarrohstoff-Preise seien besonders dramatisch für Menschen in armen Teilen der Welt, die einen Großteil ihres Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben.
3. Auftakt der Welt-Aids-Konferenz
Viele Zeitungen, wie die Welt oder die Rheinische Post, berichteten gestern über den Auftakt der Welt-Aids-Konferenz in Washington. Unter dem Motto „Gemeinsam das Blatt wenden“ würden rund 25.000 Teilnehmer an der sechstägigen Konferenz teilnehmen. Redner waren unter anderen Weltbank-Präsident Jim Yong Kim und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Zu den prominenten Gästen gehörten zum Beispiel die Schauspielerin Whoopi Goldberg und der Sänger Elton John. Sharon Stone überreichte zu Tränen gerührt Microsoft-Gründer Bill Gates einen Preis für sein Engagement im Kampf gegen Aids. US-Präsident Barack Obama habe seine Teilnahme abgesagt. Dafür sei aber die US-Außenministerin Hillary Clinton anwesend. Aus Deutschland sei unter anderem Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) angereist.
TAGS: Ban Ki-Moon, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), Deutschland, Dirk Niebel, Ernährung, FDP, Handel, HIV/Aids, Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Landwirtschaft, Rohstoffe, UNO, USA, Was wir lesen, Weltbank
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