Jul 19th, 2012 4:53 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top Nachrichten des Tages:
1. Erfolge im Kampf gegen HIV/AIDS
Der Tagesspiegel berichtete heute, dass es im vergangenen Jahr gelungen sei, acht Millionen Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern durch eine antiretroviralen Behandlung (ARV) vor dem frühzeitigen Tod zu bewahren. Zum Vergleich: 2003 erhielten nur 400.000 Menschen eine ARV-Therapie. Somit konnte UNAIDS kurz vor Beginn der 19. Welt-Aids-Konferenz, die am 22. Juli in Washington, D.C. beginnt, einen Erfolg im Kampf gegen die Infektionskrankheit verkünden. Vor zehn Jahren sei die Krankheit noch ein Todesurteil gewesen. Heute könne mit Hilfe von medizinischer Unterstützung eine HIV-Infektion in eine chronische Krankheit umgewandelt werden. Allerdings seien die Kosten einer Therapie für viele noch immer zu hoch. Obwohl der Preis einer Behandlung von 10.000 Dollar in 2003 auf heute maximal 150 Dollar jährlich gesunken sei, könnten sich die meisten Menschen in Entwicklungsländer die lebensverlängernde Therapie nicht leisten. Die UN habe sich als Ziel gesetzt, bis 2015 allen Bedürftigen in armen Ländern eine ARV-Behandlung zu ermöglichen.
2. Weniger Kinder jedoch mehr Jugendliche von HIV betroffen
Viele Zeitungen, darunter das Hamburger Abendblatt, die Welt und die Frankfurter Rundschau, berichteten heute von den Ergebnissen des Jahresberichts des HIV-/Aids-Programms (UNAIDS) der UN. Erfolge wurden besonders bei der sinkenden Zahl der HIV-Neuinfektionen von Kindern verzeichnet. Innerhalb der vergangenen beiden Jahre sei die Zahl der neu infizierten Kinder um fast ein Viertel auf etwa 330.000 gesunken. Weltweit gäbe es laut UNAIDS 3,4 Millionen infizierte Kinder – 90 Prozent davon leben in Sub-Sahara-Afrika. Das größte Risiko für HIV-Infektionen bestünde jedoch für Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren. Täglich steckten sich 2400 Menschen dieser Altersgruppe mit dem Virus an. Weltweit lebten 4,9 Millionen junge Menschen mit der Krankheit, davon 75 Prozent in Afrika südlich der Sahara, so das Hamburger Abendblatt.
3. Anhaltende Gewalt durch fehlende Kontrolle des Waffenhandels
Die Mittelbayrische Zeitung berichtete heute über die fehlende Regulierung des Waffen- und Munitionshandels, wodurch Bürgerkriege und humanitäre Katastrophen verschärft würden. 2000 Menschen würden täglich auf Grund von bewaffneten Konflikten sterben. Die Kosten solcher Konflikte seien außerdem sehr hoch; So hätten zum Beispiel bewaffnete Konflikte allein in Afrika zwischen 1990 und 2005 über 232 Milliarden Euro gekostet. In diesem Monat würde die UN abschließend über das „Arms Trade Treaty“ (ATT) beraten, einem Abkommen zur Kontrolle des Handels mit konventionellen Rüstungsgütern. Der Autor plädiert für ein Abkommen, dass Waffenhandel verbietet, wenn die begründete Gefahr besteht, dass durch den Einsatz der Waffen Menschenrechte und Humanitäre Völkerrechte verletzt würden. Zudem fordert er, dass alle Regierungen ihre Waffenimporte und –Exporte offenlegen müssen, und dass das Abkommen für alle Arten von konventionellen Waffen gilt.
TAGS: Afrika, Handel, HIV/Aids, Transparenz, UNO, Was wir lesen
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