Jul 16th, 2012 5:42 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top Nachrichten des Tages:
1. In Afrika erhalten über sechs Millionen Menschen Aids-Medikamente
Jan Dirk Herbermann berichtete am Samstag im Evangelischen Pressedienst über die Erfolge der Vereinten Nationen im Kampf gegen HIV/Aids. Rund 6,2 Millionen HIV-Patienten in Subsahara-Afrika hätten mittlerweile lebensverlängernde antiretrovirale Medikamente erhalten. Vor zehn Jahren hätten sich nur wenige reiche Afrikaner eine solche Therapie leisten können. Heutzutage erhielten laut UNAIDS rund 56 Prozent der HIV-Infizierten Menschen in Afrika südlich der Sahara eine HIV-Behandlung. Bis 2015 müssten allerdings weitere neun Millionen Menschen behandelt werden, um das Millenniumsentwicklungsziel zu erreichen, alle Menschen mit HIV zu versorgen. UNAIDS und seine Partner bräuchten 24 Milliarden Dollar alleine im Jahr 2015, um dieses Ziel zu erreichen. In diesem Jahr stünden etwa 15 bis 16 Milliarden Dollar zur Verfügung. Dies wurde anlässlich der Welt-Aids-Konferenz verkündet, die vom 22. bis 27. Juli in Washington stattfindet. Die Konferenz fände zum ersten Mal seit 1990 in den USA statt, nachdem Präsident Barack Obama die Einreisesperre für HIV-positive Menschen aufgehoben habe.
2. Gipfeltreffen der Afrikanischen Union
Einige Medien, darunter die AFP und die FAZ, berichteten gestern über den Gipfel der Afrikanischen Union (AU) in Addis Abeba. Der AU-Kommissionspräsident Jean Ping habe die Krise in Mali als eine der „ernsthaftesten Bedrohungen“ für die Sicherheit und Stabilität des Kontinents bezeichnet, so AFP. In dem Land hätten nach einem Putsch Islamisten die Kontrolle über den Norden des Landes übernommen. Die AU wolle nun den Druck auf die malische Junta erhöhen, damit sich eine Übergangsregierung bilden könne. Zudem wurde beschlossen, die AU solle eine Friedenstruppe in den Osten der Demokratischen Republik Kongo schicken. Im DR Kongo herrschen Unruhen, welche auf eine Rebellengruppe bestehend aus desertierten kongolesischen Soldaten, zurückzuführen ist. Ping wies auch auf eine positive Entwicklung der Beziehungen zwischen dem Sudan und dem Südsudan hin. Bei dem Gipfeltreffen seien sich die Präsidenten der beiden Länder freundlich begegnet. Zudem konnte sich Südafrika bei dem Machtkampf um die AU Führung durchsetzten. Nkosazana Dlamini-Zuma wird somit den Amtsinhaber Jean Ping aus Gabun in dem wichtigsten Amt der AU ablösen.
3. Impfprogram in Benin erfolgreich durch Kooperation mit Voodoo-Priestern
Eugenie Wulfert berichtete gestern in der Ärzte Zeitung vom erfolgreichen Impfprogram der Global Alliance for Vaccines and Immunization (GAVI Alliance) in Benin, welches in dem Kurzfilm „Voodoo & Vaccines“ der Organisation ONE dokumentiert wurde. Alle 20 Sekunden sterbe auf der Welt ein Kind an einer Krankheit, die durch eine Impfung hätte verhindert werden können. Um die Welt mit lebensrettenden Impfstoffen zu versorgen, käme es nicht alleine auf Geld an, sondern auch auf Überzeugungskraft. Denn in einigen Ländern stehe die traditionelle Kultur moderner Medizin entgegen. Deshalb ist die zentrale Aussage der Dokumentation: Will man die Menschen in Entwicklungsländern vom Nutzen der Impfungen überzeugen, muss die Kultur des jeweiligen Landes berücksichtigt werden, so die Ärzte Zeitung. Um der Skepsis der Einheimischen in Benin entgegenzukommen, hätten sich Mediziner mit denjenigen Menschen zusammengetan, die den größten Respekt der Bevölkerung genießen – mit Voodoo-Heilern. Diese Zusammenarbeit habe dazu geführt, dass die Bevölkerung Impfungen als einen wichtigen Bestandteil ihrer medizinischen Versorgung weitgehend akzeptiert habe.
+++ „Voodoo & Vaccines“ der Film +++
TAGS: Afrika, Afrikanische Union, Benin, DR Kongo, GAVI Alliance, HIV/Aids, Impfungen, Mali, Sudan, Südsudan, UNO, Was wir lesen
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