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Bevölkerungswachstum gefährdet die Entwicklung. Die Top Nachrichten des Tages


Jul 9th, 2012 6:39 PM UTC
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Die Top Nachrichten des Tages:

  1. Bevölkerungswachstum gefährdet die Entwicklung
  2. Berater fordert Deutschland auf in Afrika zu investieren
  3. Ölschulen in Ghana als Vorbereitung für den Wirtschaftsboom

1. Bevölkerungswachstum gefährdet die Entwicklung

In einem Artikel der dapd vom 8. Juli schrieb Sebastian Engel mit Blick auf den Welbevölkerungstag kommenden Mittwoch über exessives Bevölkerungswachstum in Entwicklungländern. Laut UN-Schätzungen könnte sich die Bevölkerung in Afrika in diesem Jahrhundert auf 3,5 Milliarden verdreifachen. Ute Stallmeister, Sprecherin der Stiftung Weltbevölkerung, meint, diese Wachstumsrate läge zum Großteil an ungewollten Geburten. In etwa jedes fünfte Baby sei ungewollt. Ihre Organisation setzte auf Familienplanung zum Eindämmen des Bevölkerungswachstums. Dies beinhalte Bildung, Verhütungsmittel, Aufklärung und gute Gesundheitssysteme. Für Reiner Klingholz, Direktor des Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, sei insbesondere Sekundarbildung die entscheidende Komponente. Dadurch würden Mädchen nicht so früh verheiratet werden, hätten mehr Entscheidungsfreiheit und höhere Chancen auf Erwerbstätigkeit. Leider stünde der Umsetzung entsprechender Entwicklungskonzepte nicht nur mangelnde Finanzen sondern auch Religion entgegen. In letzter Minute sei der Themenbereich Bevölkerung und Familianplanung auf Initiative religiöser Gruppen aus dem Rio+20 Abschlussdokument gestrichen worden.

2. Berater fordert Deutschland auf in Afrika zu investieren

In einem Interview im Focus drückt Martin Wittig, Chef der Strategieberatung Roland Berger, seinen Optimismus für die afrikanische Wirtschaft aus. Einige afrikanische Länder wären mit Brasilien, Russland, Indien, China und sogar machen europäischen Ländern in einer Liga. Fast alle Prognosen prophezeiten in Sub-Sahara-Afrika ein Wirtschaftswachstum von jährlich fünf Prozent, deutlich über dem weltweiten Wachstum. Es sei allerdings noch nicht sehr bekannt, dass Afrika nicht bloß aufgrund seines boomenden Rohstoffsektor aufsteige. Für viele gelte der Kontinent als wirtschaftliche Tabuzone. Jedoch seien manche afrikanischen Länder investorfreundlicher als China oder manche europäischen Staaten. Da sich viele afrikanischen Länder schnell modernisieren, rief Wittig Deutschland auf jetzt zu handeln.

3. Ölschulen in Ghana als Vorbereitung für den Wirtschaftsboom

In der Welt online schreibt Christian Putsch heute über Ölschulen in Ghana als Ausbildungsstätte für die Ölindustrie. Seitdem im Jahr 2007 eine der größten Ölquellen Afrikas in Ghana gefunden wurde, seien die Hoffnungen auf wirtschaftliches Wachstum groß. Die Investitionen in die Infrastruktur zur Ölgewinning habe Ghana 13 Prozent Wirtschaftswachstum beschert. Gleichzeitig drohe Ghana das gleiche Schicksal wie Nigeria, wo die Ausbeutung von Öl Verschmutzung und Kriminalität mit sich brachte, und nur wenige Bürger profitieren. Leider würden oft nicht ghanische Firmen zum Ausbau der Infrastuktur angeheuert, sondern chinesische. Mit gut ausgebildeten Arbeitskräften durch die Ölschulen, könnten sich einheimische Firmen besser für Ausschreibungen bewerben. Obwohl bisher nicht im prognostizierten Umfang gefördert würde,  schätze man, dass 100.000 Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Die Kursgebühr in den Ölschulen sei mit ca. 2300 Euro Dollar zwar teuer, aber es würde einem auf der Öl-Plattform ein Mindestlohn von 2800 Euro monatlich versprochen. Nur mit einem solchen Zertifikat könnten Arbeitnehmer in der Zuliefererbranche angestellt werden.

+++ Südsudan – die Krise ein Jahr nach der Unabhängigkeit +++

TAGS: Afrika, Bildung, BRIC-Staaten, Frauen, Gesundheit von Müttern und Kindern, Ghana, Rohstoffe, Sudan, Südsudan, Was wir lesen

 

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