Jul 5th, 2012 2:54 PM UTC
By ONE Deutschland
Share
Die Top Nachrichten des Tages:
1. Bedroht China die Pressefreiheit in Afrika?
Walter Friedl dokumentiert heute im Kurier die mangelhafte Pressefreiheit in Afrika, welche durch den wachsenden Einfluss Chinas zusätzlich bedroht sei. In Afrika würden nur fünf von 54 Staaten als wirklich frei gelten. In vielen Ländern würde gegen Journalisten, die Politiker angeblich beleidigt hätten, vor Gericht im Rahmen des ‚Anti-Terror-Kampfes‘ ermittelt. Der PEN-Klub (poets essayists novelists) in Afrika mache sich außerdem Sorgen um den zunehmenden Einfluss Chinas auf den afrikanischen Informationssektor. So habe die staatliche chinesische Nachrrichtenagentur Xinhua Büros in 20 afrikanischen Ländern. Anscheinend hätten mindestens 200 Pressesprecher verschiendener Regierungen Trainings in Peking absolviert, um danach eine „wahrheitsgemäße“ Darstellung der politischen Ereignisse in ihrem Land wiederzugeben. Es gebe sogar Gerüchte, dass China das autoritäre Regime in Äthiopien mit Technologie unterstütze, um die Freiheit im Internet einzuschränken und um eMails zu überprüfen. Raymound Louw, der Vize-Präsident des südafrikanischen PEN-Klubs, rufe deshalb Entwicklungsorganisationen in Europa dazu auf, afrikanische Nichtregierungsorganisationen, die sich für Pressefreiheit einsetzen, finanziell und mit Know-How zu unterstützen.
2. Aufstieg von Afrikas Mittelschicht
Im aktuellen Spiegel schreibt Horand Knaup über den Aufstieg der Mittelschicht in Afrika. Die Wirtschaft Afrikas entwickele sich rasant und immer mehr Leute könnten auch davon profitieren. Der Anteil von Rohstoffexporten an der Wirtschaftsleistung sinke, während der Dienstleistungssektor und das verarbeitende Gewerbe sich ausbreite. Entwicklungsexperten sagen, diese Art von Wachstum sei zudem nachhaltiger, weil dadurch viele Arbeitsplätze entstehen. Die Afrikanische Entwicklungbank zähle mittlerweile 313 Millionen Menschen zur Mittelschicht, ca. 34 Prozent der Gesamtbevölkerung. Der Mittelstand sei allerdings abhängig von gut ausgebildeten Arbeitskräften und politischer Stabilität. Bürokratie, Korruption und Unruhen seien schlecht fürs Geschäft. Daher könne man Afrikas Mittelschicht als „die Wächter der Demokratie“ bezeichnen, meint Mthuli Ncube, Chefökonom der Afrikanischen Entwicklungsbank. Wenn die Welt dem Kontinent einen Gefallen tun wolle, solle sie kleinen und mittelständischen Unternehmen bei der Finanzierung helfen, sagt Emmanuel Katongole, Besitzer einer afrikanischen Medikamentenfabrik. Klassische Entwicklungshilfe mache die Regierungen faul.
3. Niebel bietet Griechenland GIZ-Expertise an
Einige Zeitungen, wie die FAZ oder die Süddeutsche berichten heute, Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) habe Griechenland Hilfestellung beim Aufbau einer effizienten Finanzverwaltung angeboten. Dafür habe er die Beratung durch die staatliche Entwicklungsorganisation, Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), ins Gespräch gebracht. Griechenland war in der Vergangenheit des Öfteren wegen seiner laxen Steuermoral und ineffizienten Finanzverwaltung kritisiert worden. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa sagte Niebel:„Ich biete nochmals ausdrücklich die Expertise unserer Durchführungsorganisation GIZ an. Sie berät in vielen Ländern zum Beispiel beim Aufbau effizienter Steuersysteme und Finanzverwaltungen.“
TAGS: Afrika, Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB), Äthiopien, Bildung, China, Dirk Niebel, FDP, Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Handel, Regierungsführung, Was wir lesen
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.

19.10.2012 at 12:01
Ach, das ist ein wenig hart. Klar, das dieser User so drsiet abgeschrieben hat ist definitiv nicht in Ordnung und es ist schade, das diese News so Online gehen konnte. So ist das aber eben, wenn sich eine Seite von Usern abhe4ngig macht, da rutscht mal was durch. Trotzdem, ich bin mittlerweile lieber auf GG unterwegs als auf Gamestar.de und das hat einen ganz einfachen Grund:Der Umgang zwischen den Usern ist viel besser als bei Gamestar! Bei GG beleidigt nicht jeder zweite Nutzer, sobald er kein Argument mehr hat. Wenn du mich fragst ein grodfes Problem von Gamestar.de. Ffcr Artikel, Specials und Videos bin ich aber noch immer lieber auf GameStar.de, redaktionell seit ihr halt nicht zu schlagen.