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Amerika drängt die weltweite Vermarktung von Gentechnik. Die Top Nachrichten des Tages


Jul 4th, 2012 4:02 PM UTC
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Die Top Nachrichten des Tages:

  1. Amerika drängt die weltweite Vermarktung von Gentechnik
  2. Resistenz gegen Malariabehandlung in Afrika noch nicht ausgeprägt
  3. Zehnjähriges Jubiläum der Afrikanischen Union könnte ein Krisengipfel werden

1. Amerika drängt die weltweite Vermarktung von Gentechnik

Bereits am Dienstag berichtete die Berliner Zeitung über den steigenden Druck amerikanischer Agrarkonzerne, genverändertes Saatgut weltweit besser zu verkaufen. Firmen wie DuPont oder Monsanto würden dabei auch von der US-Regierung unterstützt. Anhand von Strategiepapieren des Außenministerium ließe sich die Hartnäckigkeit der Diplomaten nachweisen. Kritiker sagen, dass genmanipulierte Saat den Einsatz von Pestiziden erhöhe, zu mehr Seuchen führe und somit Erträge letztlich nicht verbessere. Außerdem verdrängten die Unternehmen mit ihrem teueren, patentgeschützten Saatgut immer stärker herkömmliches Saatgut. Auch Agrarexperte Howard Buffet hält den Fokus auf Gentechnik für falsch. Er rief die Konzerne dazu auf, sich nicht Profit zum Ziel zu setzen sondern die Lösung eines Problems – die Ernährung von 9 Milliarden Menschen. In dieser Hinsicht erscheine auch das Engagement der größten Entwicklungsorganisation der Welt, USAID, fragwürdig. USAID forciere Gentechnik in Entwicklungsländern genauso vehement.

2. Resistenz gegen Malariabehandlung in Afrika noch nicht ausgeprägt

Die Welt berichtete heute über eine Studie, in der überprüft wurde, ob die in Asien bereits fortschreitende Resistenz gegen den Wirkstoff Artemisinin, welcher in Malaria Präparaten enthalten ist, auch in Afrika aufgetreten sei. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich rund 650.00 Menschen an Malaria, 91 Prozent davon in Afrika. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass zumindest in Mali diese Resistenz noch nicht ausgeprägt ist. In der Studie wurden 100 malische Kinder mit den von Artemisinin abgeleiteten Arzneistoff Artesunat behandelt und im Schnitt verschwand der Malaria Parasit innerhalb von 32 Stunden. In Kambodscha dauere es hingegen 84 Stunden. Im Normalfall ist der Großteil der Malariapatienten binnen zwei Tagen nach Start der Behandlung frei von Erregern – eine Verzögerung um Tage wird als Hinweis auf eine beginnende Resistenz gewertet, so die Welt. In Mali werde mit Artemisinin allerdings auch erst seit 2004 behandelt, in Kambodscha bereits seit über 30 Jahren. Die Forscher des Nationalen Gesundheitsinstitutes (NIH) in den USA warnten zudem vor gefälschten oder mangelhaften Medikamenten welche zu Resistenzen führten.

3. Zehnjähriges Jubiläum der Afrikanischen Union könnte ein Krisengipfel werden

In der Pirmasenser Zeitung und der Wetzlarer Neue Zeitung wurde heute ein Artikel der dpa zum zehnjährigen Jubiläum der Afrikanischen Union (AU) am 9. Juli veröffentlicht. Auf der einwöchigen Veranstaltung der 54 Mitgliedsstaaten drohten heftige Auseinandersetzungen. Afrika sei derzeit von vielerlei Krisen und Katastrophen geplagt. Hungersnot in der Sahelzone, islamistischer Terror in Nigeria und Kenia und viele weitere Krisenherde wie z.B. in Mali oder Sudan. Zudem skizziert der Artikel die starken Meinungsunterschiede und die nach Auffasung des Autors in der Union verbreitete Unentschlossenheit. So strebe die AU zwar überall Demokratie an, würde aber vor gewaltsemer Umsetzung scheuen. Offizielles Thema auf dem Gipfel sei die Stärkung des innerafrikansichen Handels und die Schaffung einer kontinentalen Freihandelszone. Allerdings sähen hier die Erfolgsaussichten schlecht aus. Da Afrikas Wirtschaftswachstum primär auf Rohstoffexporte basiere, seien Warenproduktion und innerafrikanischer Handel eher zweitrangig.

TAGS: Afrika, Afrikanische Union, Kenia, Landwirtschaft, Malaria, Mali, Nigeria, Sudan, USA, Was wir lesen, Weltgesundheitsorganisation (WHO)

 

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