Jun 29th, 2012 1:23 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top Nachrichten des Tages:
1. Staatsanleihen aus Afrika immer attraktiver
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung macht darauf aufmerksam, dass Staatsanleihen aus Afrika für Fondsmanager immer mehr an Bedeutung gewinnen. Beispielsweise habe eine 2,3 Milliarden Dollar Anleihe von der ivorischen Regierung in großem Maße von dem Schuldenerlass für das Land durch die internationale Gemeinschaft in Höhe von vier Milliarden Dollar profitiert. Nun winke den Anlegern die Auszahlung der fälligen Kupons und der ivorische Staatspräsident Alassane Ouattara schwärme nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters: „Dies ist ein großer Schritt, um das Land bis in die Jahre 2020 zu einem Schwellenland aufsteigen zu lassen.“ Zwar sei das Risiko für Anleihe-Investoren in Afrika immer noch groß, was sich auch auf die Höhe der Anleihe-Rendite auswirken würde, dennoch nehme das Risiko immer weiter ab. Nach Einschätzung von Volkswirten der Commerzbank dürfte die Wirtschaft in Sub-Sahara Afrika in den kommenden Jahren mittelfristig bei ca. sechs Prozent jährlich liegen. Deshalb würden bereits viele internationale Fondsgesellschaften auf Schwellenländer-Anleihen in lokaler Währung setzen. Link zum Medium
2. Streit über EU-Finanzhaushalt
Die Agrarzeitung und die Financial Times Deutschland berichten über den Streit der Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten über den Beschluss zum EU Haushalt, der auf dem kommenden EU-Gipfel für die Jahre 2014 bis 2020 verabschiedet werden soll. Vor allem die Frage, ob gespart oder mehr Geld ausgegeben werden soll, würde die Mitgliedstaaten bei der Planung des EU-Haushalts spalten. Während Nettoempfängerländer, EU-Kommission und Europäisches Parlament mit Hilfe von höheren Ausgaben in den kommenden Jahren das Wachstum fördern wollten, rege sich bei den Geberländern, den sogenannten Nettozahlern, Widerstand gegen diese Pläne. Für Nettoempfänger wie Polen, Spanien oder Ungarn seien beispielsweise die sogenannten Kohäsionsfonds besonders wichtig, da sie als wirtschaftlich schwächere Länder von den Geldern aus den Fonds profitieren würden. Auf dem EU-Gipfel am kommenden Donnerstag solle zumindest über die Verwendung der Gelder verhandelt werden, auch wenn deutsche Regierungskreise durchsickern ließen, dass es vorerst nicht um konkrete Zahlen ginge.
3. Lammert weist Kritik der Linkspartei in Sachen Niebel zurück
Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung hat Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) den von der Linkspartei erhobenen Vorwurf der Parteilichkeit empört zurückgewiesen. Im Zusammenhang mit den umstrittenen Äußerungen des Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) bei seinem Staatsbesuch in Paraguay hatte die Linkspartei „dringliche Fragen“ an die Bundesregierung beantragt. Lammert hatte den Antrag mit der Begründung zurückgewiesen, es fehle an öffentlichem Interesse. Die Linke hatte ihn daraufhin ermahnt, seine neutrale Haltung nicht aufzugeben. Mit den Worten: „Das ist eine Frechheit“ habe Lammert seinem Ärger im Ältestenrat gegenüber dem außenpolitischen Sprecher der Linksfraktion, Jan von Aken, Luft gemacht und darauf verwiesen, er habe der Linken empfohlen, sich in der mündlichen Fragestunde an die Bundesregierung zu wenden. Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Linken habe daraufhin deutlich gemacht, dass sie diesen Vorgang als wenig ertragreich erachte. Der Ältestenrat wolle weiter darüber diskutieren, wie man das Instrument der Fragestunde attraktiver gestalten könne.
TAGS: Afrika, Allgemeines, Deutschland, Dirk Niebel, Elfenbeinküste, EU, Was wir lesen
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