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GAVI erfolgreich: Millionen Kinder geschützt


Jun 13th, 2012 4:24 PM UTC
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Mutter mit KindHeute vor einem Jahr, am 13. Juni 2011, hat die GAVI Alliance mit ihren Partnern einen großen Schritt gemacht, um das Leben von Millionen Menschen in den ärmsten Regionen der Welt zu retten. Bei der großen Geberkonferenz in London hatten die Partner von GAVI insgesamt 4,3 Milliarden US-Dollar mobilisiert, um bis 2015 vier Millionen weitere Menschenleben zu retten. Dank der Unterstützung unserer Geber konnten wir bereits im vergangenen Jahrzehnt 325 Millionen Kinder zusätzlich gegen eine Reihe von Krankheiten impfen und so über fünf Millionen wertvolle Leben retten.

Wir handeln aus Sorge um die Schwächsten auf dieser Welt, und wir glauben an Gerechtigkeit. Denn alle Kinder haben das Recht auf einen gesunden Start ins Leben. Auch Deutschland hat mit den zugesagten 30 Millionen Euro für das Jahr 2012 dazu beigetragen, diesem Ziel näher zu kommen.

Was haben wir heute, ein Jahr nach der Geberkonferenz, erreicht? Die Antwort ist: Wir haben Millionen Kinder geschützt. Wir haben neue Impfstoffe gegen die Hauptursachen von Kindersterblichkeit eingeführt. Und wir haben die Kosten für Impfstoffe
reduziert, um unser Budget optimal zu nutzen.

Für Menschen, die in Industriestaaten wie Deutschland leben, ist es selbstverständlich, dass Impfungen Krankheiten verhindern und so Leben retten. Als Arzt habe ich jedoch in vielen armen Ländern gesehen, wie verzweifelte Mütter viele Kilometer laufen müssen, um ihre schwer an Durchfall oder Lungenentzündung erkrankten Kinder behandeln zu lassen. An diesen Krankheiten sterben jedes Jahr immer noch mehr als eine Million Kinder. Doch jetzt haben wir auch dort Impfungen, um die vielen unnötigen Todesfälle zu verhindern.

Die Nichtregierungsorganisation Save the Children schätzt, dass die 1,1 Milliarden US-Dollar, die seit der Konferenz bereits ausgeschüttet wurden, eine Million zusätzliche Leben retten wird. Damit sind wir auf einem guten Weg, GAVIs Ziel, bis 2015 vier Millionen frühzeitige Todesfälle zu verhindern, zu erreichen. In den vergangenen zwölf  Monaten haben durch GAVI diverse Hersteller ihre Impfstoffpreise für die ärmsten Länder gesenkt. Anfang des Jahres stimmte ein wichtiger Zulieferer zu, den Preis für den Impfstoff gegen den Rotavirus (einem Erreger schwerer Durchfallerkrankungen), um bis zu zwei Drittel zu
senken.

Dies hilft, den zeitlichen Abstand bei der Einführung von Impfstoffen in reichen und armen Ländern – der einst 15 Jahre betrug – weiter zu verringern. Der Impfstoff gegen Pneumokokken, der gegen Lungenentzündung schützt, wurde bereits zwei Jahre nach der Einführung in Europa in 15 afrikanischen Ländern eingeführt.

Doch es gibt noch mehr zu tun. Dieses Jahr werden noch immer 1,7, Millionen Kinder an Krankheiten sterben, für die wir Impfstoffe haben. Es müssen Gesundheitssysteme aufgebaut werden, die Entwicklungsländer in die Lage versetzen, wirkungsvolle Impf- und Gesundheitsprogramme durchführen zu können. Außerdem müssen wir alles daran setzen, die Vorteile, die GAVI durch seine Abnahmemengen bei den Herstellern hat, noch stärker zu nutzen, um die Impfstoffpreise weiter zu senken. Wir sind bereits auf einem sehr guten Weg.

GAVI wurde gegründet, um durch Impfungen Leben zu retten und diese allen Menschen zugänglich zu machen, ganz gleich, wo auf der Welt sie leben. Nur als öffentlich-private Partnerschaft von internationalen Institutionen wie der  Weltgesundheitsorganisation, UNICEF und der Weltbank, den Regierungen der Entwicklungs- und Industrieländer, Impfstoffherstellern und philanthropischen Stiftungen wie etwa der Bill und Melinda Gates Foundation, kann GAVI dies erreichen.

Ich bin selber Vater, und meine Kinder hatten das Glück in einem Land aufzuwachsen, in dem sie automatisch den Schutz von Impfungen erhalten. Alle Kinder, ganz gleich wo sie leben, verdienen einen gesunden Start ins Leben.
Seth Berkley
Seth Berkley ist CEO der Impfstoffallianz GAVI

TAGS: Gesundheit, Gesundheit von Kindern, Gesundheit von Müttern und Kindern, Impfungen, Weltbank, Weltgesundheitsorganisation (WHO)

 

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