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Niebel hat Rückendeckung von Merkel und Rösler. Die Top Nachrichten des Tages


Jun 12th, 2012 4:46 PM UTC
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Die Top Nachrichten des Tages:

  1. Niebel hat Rückendeckung von Merkel und Rösler
  2. Afrikas versteckte wirtschaftliche Potenziale
  3. Millionen Kinder müssen täglich arbeiten

1. Niebel hat Rückendeckung von Merkel und Rösler

Auch heute berichten zahlreiche Zeitungen wie das Handelsblatt, der Tagesspiegel und der Focus sowie die Welt über die Teppich-Affäre von Entwicklungsminister Niebel. Nachdem der Minister in Kabul privat einen Teppich erstanden und diesen unverzollt im Dienstjet des BND-Chefs nach Deutschland geschickt hatte, mehrt sich die Kritik am Minister. Der Focus beruft sich auf Informationen der Financial Times und weist auf den Umstand hin, dass die Verzollung des Teppichs den Minister rund 4040 Euro gekostet hätte. Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele, Mitglied im parlamentarischen Kontrollausschuss der Nachrichtendienste, fordert eine Aufklärung aller Umstände der Niebel-Affäre in der nächsten Sitzung des Gremiums. Wie der Tagesspiegel berichtet, fordert auch die die SPD Konsequenzen. Generalsekretärin Andrea Nahles forderte Angela Merkel auf, den Minister zu entlassen. „Entweder hat Dirk Niebel die Sensibilität zu verstehen, dass sich das nicht mit seinem Amt verträgt, was er gemacht hat, oder die Kanzlerin“, so Nahles. Im Gegensatz dazu betonte Regierungssprecher Seibert, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel, auch weiterhin zu ihrem Minister halte. Niebel sei „gut und wird gut bleiben“, so Seibert. Auch FDP-Chef Phillip Rösler nahm seinen Parteikollegen mit den Worten in Schutz: „Dirk Niebel hat einen Fehler eingestanden, den er korrigiert hat.“

2. Afrikas versteckte wirtschaftliche Potenziale

Die Financial Times macht auf den Erfindergeist vieler Afrikaner aufmerksam. Neben Südafrika brächten vor allem Länder wie Kenia, Algerien, Marokko und Ägypten viele Erfindungen hervor. Auf einem Kontinent, auf dem nur 38 Prozent aller Haushalte einen Stromanschluss hätten, und jeder fünfte Afrikaner ein Bankkonto besäße, sei für viele Menschen das Erfinden existenziell, um die täglichen Probleme zu lösen. Die Erfindungen seien deshalb häufig auf das Leben vor Ort zugeschnitten. Auf den Weltmarkt schafften es Erfindungen aus Afrika in der Regel aber nicht, da die Regeln für Urheberrechte, Patente und intellektuelles Eigentum in vielen Ländern Afrikas stark veraltet seien. Ein Markt, der allerdings boome, sei die Mobilfunkbranche: mehr als die Hälfte aller Afrikaner besitze ein Handy. „In Sachen Mobilfunk und Internet kann Afrika locker Asien überholen“, erklärte Houlin Zhao, der Vizegeneralsekretär der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) auf dem ersten Gipfel zur Informationstechnologie in Kapstadt letzte Woche der taz. Die Africa Information and Communication Technology Indaba (ICT Indaba) habe sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 insgesamt 80 Prozent der afrikanischen Bevölkerung den Zugang zum Breitband-Internet zu ermöglichen, berichtet die taz.

3. Millionen Kinder müssen täglich arbeiten

Anlässlich des 10. Internationalen Tags gegen Kinderarbeit machen viele Zeitungen wie die Badische Zeitung und der stern heute darauf aufmerksam, dass nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) rund 215 Millionen Kinder auf der Welt täglich arbeiten müssen. Die Hälfte der Kinder lebe von Prostitution und Drogenhandel, müsse sich unter Tage verdingen oder würde als Kindersoldaten eingesetzt werden. Besonders von Kinderarbeit betroffen seien Mädchen und Jungen von indigenen Bevölkerungsgruppen und Wanderarbeitern sowie Kinder, die in ländlichen Regionen aufwüchsen. Da sie ohne Ausbildung so gut wie keine Chance auf ein Ausbrechen aus ihrer Situation hätten, würden nicht nur die Grundrechte der Kinder werde verletzt, sondern auch ihre Entwicklung eingeschränkt. Die ILO forderte deshalb von den Regierungen die Formulierung und Umsetzung von Gesetzen zum Schutz von Kindern voran zu bringen.

TAGS: Afrika, Allgemeines, Angela Merkel, Bündnis 90 / Die Grünen, CDU/CSU, Deutschland, Dirk Niebel, FDP, Kenia, Marokko, SPD, Südafrika, Was wir lesen

 

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