Jun 5th, 2012 2:45 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top Nachrichten des Tages:
1. Die Grünen auf Entwicklungskurs
Wie der Spiegel berichtet, wollen die Grünen im Falle einer Regierungsbeteiligung im Bund mehr Geld für Entwicklungszusammenarbeit ausgeben. Demnach sollten im Jahr 2014 insgesamt zwölf Milliarden Euro mehr aufgewendet werden, darunter rund 1,7 Milliarden Euro zusätzlich allein für internationale Klima- und Entwicklungsprojekte. Bis 2017 werde angestrebt, insgesamt 0,7 Prozent deutscher Wirtschaftsleistung für die Entwicklungszusammenarbeit einzusetzen.
2. Mali zwischen den Fronten: Islamismus destabilisiert die Sahel-Region
Im Gespräch mit Ulrich Mendelin von der Schwäbischen Zeitung berichtet Julia Leininger, Afrika-Expertin vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik, über die Lage in Mali und die Gefahren des Islamismus. Leiniger sehe im Islamismus in der Sahel-Region weniger eine Gefahr für die westliche Welt als für die Region selbst. Zwar sei der Rückhalt für den Islamismus in der Bevölkerung sehr gering, aber es gäbe viele junge Leute, die für die religiösen Apelle der Islamisten empfänglich seien. Hinter der säkularen MNLA und den radikal-islamistischen Gruppen Ansar Dine sowie Al-Qaida im Maghreb (Aqim) stünden alteingesessene Tuareg-Gruppen, denen es vor allem darum ginge, Schmugglerrouten für Waffen- und Drogenhandel zu verteidigen. Leiniger gehe davon aus, dass sich die verschiedenen Kräfte im Norden Malis zerstreiten werden und sich ein islamistisch geprägter Staat Azawad langfristig nicht werde durchsetzen können. Dies werde die Lage in Mali zusätzlich destabilisieren.
3. Sklaverei in Mauretanien an der Tagesordnung
Wie aus der Süddeutschen Zeitung hervorgeht, ist Sklaverei in Mauretanien immer noch an der Tagesordnung. Erst im Jahr 2007 habe das Land die Sklaverei offiziell abgeschafft, sie werde aber immer noch praktiziert. Jeder fünfte der insgesamt 3 Millionen Bürger der Islamischen Republik sei ein Sklave. “Wir reden hier von echter, traditioneller Sklaverei“, weiß Gulnara Shahinian, die VN-Sonderberichterstatterin für Sklaverei zu berichten. „Viele Politiker halten sich heute noch ihren persönlichen Sklaven, daher ändert sich nichts“, so Shahinian. Wer über dieses Tabuthema rede, riskiere sein Leben. Trotzdem gibt es bereits ein halbes Dutzend Organisationen in Mauretanien, die gegen die Sklaverei kämpfen und erste Anzeichen des Wandels. Vor einigen Monaten gab es das erste Urteil gegen einen Sklavenhalter, das später wieder aufgehoben worden sei. Doch in der Zwischenzeit sollen Hunderte Sklaven freigekommen sein.
TAGS: Afrika, Allgemeines, Bündnis 90 / Die Grünen, Entwicklungszusammenarbeit, Mali, Mauretanien, Parteien, Was wir lesen
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