Jun 4th, 2012 3:57 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top Nachrichten des Tages:
1. VN-Generalsekretär Ban Ki Moon ruft zu mehr Unterstützung für Somalia auf
Laut Deutsche Welle rief VN-Generalsekretär Ban Ki Moon auf einer internationalen Somalia-Konferenz in Istanbul die internationale Gemeinschaft auf, mehr Unterstützung für Somalia zu leisten. Auf der Konferenz trafen sich Vertreter von Hilfsorganisationen, VN-Experten und Regierungsvertreter aus 50 Staaten, um die Ziele für den Aufbau des Landes bis 2015 festzulegen. Unter türkischer Führung wurde die Einrichtung eines Fonds beschlossen, der vor allem den Aufbau eines staatlichen Sicherheitsapparats und einer neuen Justiz fördern solle. Trotz internationaler Unterstützung sei der “Friedensprozess in der Hand der Somalier“, so Ban. Er forderte die somalische Übergangsregierung außerdem dazu auf, sich für den Friedensprozess sowie für eine Volksabstimmung und Wahlen im Land einzusetzen.
2. Nigeria: Ein Unglück kommt selten allein
Mehrere Zeitungen, darunter die Süddeutsche Zeitung, der Tagesspiegel und die BILD, berichteten heute von einem Flugzeugabsturz in Nigeria, bei dem nach bisherigen Erkenntnissen bis zu 150 Menschen ums Leben kamen. Ob es sich bei den Todesopfern allein um Passagiere handele oder auch Menschen am Boden ihr Leben verloren hätten, sei noch unklar. Die Maschine der nigerianischen Fluggesellschaft Dana Air sei aus Abuja gekommen und kurz vor der Landung in ein dicht besiedeltes Wohngebiet gestürzt. Die Unglücksursache sei bisher unbekannt.
Erst am Sonntag seien laut Süddeutsche bei einem Selbstmordattentat auf eine Kirche im Norden Nigerias mindestens zwölf Menschen getötet worden. Bisher habe sich noch niemand zu dem Anschlag bekannt. In der Vergangenheit habe es bereits zahlreiche Anschläge im Norden Nigerias gegeben, die meist auf die radikal-islamische Organisation Boko Haram zurück gingen. Wie die Deutsche Welle berichtet, sollen im Zuge solcher Anschläge bisher mehr als 530 Menschen ums Leben gekommen sein.
3. Drohende Katastrophe durch Staudamm in Äthiopien
Wie Spiegel-Online berichtet, droht durch den geplanten Bau eines Staudamms in Äthiopien eine ökologische Katastrophe für die Region um den Turkana-See in Kenia. Der Turkana-See werde zu rund 90 Prozent aus dem aus Äthiopien kommenden Omo River gespeist, dessen Wasser nun durch das von der äthiopischen Regierung beschlossenen Projekt Gibe III gestaut werden soll. Der Staudamm wäre der zweitgrößte Afrikas und solle zwei Milliarden Dollar kosten. Fachleute befürchteten, der Wasserspiegel des Sees könne um bis zu zwölf Meter fallen. Die so geschaffene Wasserknappheit würde mindestens 200 000 Bauern und Viehzüchter in der Region betreffen und zu weiteren Problemen in der ohnehin schon konfliktträchtigen Region führen. Nachdem die Weltbank die Afrikanische Entwicklungsbank, die Europäische Entwicklungsbank sowie die italienische und die chinesische Regierung bereits Hilfszusagen für das Mega-Projekt erteilt hätten, hätten sie nach dem wirkungsvollen Engagement der kenianischen Umweltschützerin Ikal Angelei und ihrer Organisation „Freunde des Lake Turkana“ ihre Darlehenszusagen zurückgezogen. Nur China sei noch bereit zu investieren, der Bau stocke allerdings.
TAGS: Afrika, Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB), Allgemeines, Äthiopien, Ban Ki-Moon, Entwicklungszusammenarbeit, Kenia, Nigeria, Somalia, Was wir lesen
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