Jun 1st, 2012 3:32 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Top Nachrichten des Tages:
1. Wird der Hochfrequenzhandel eingeschränkt?
Wie die österreichische Zeitung Die Presse berichtet, ist die Berliner Regierungskoalition weitgehend einig über ein Maßnahmenpaket zur Kontrolle des so genannten Hochfrequenzhandels an den Finanzmärkten. Diese Form des Handels nach Algorithmen soll weltweit bereits bis zu 70 Prozent des Handels ausmachen und Kritikern zufolge gefährliche Kursschwankungen auslösen und verstärken können.
Die Pläne der Koalition sehen unter anderem vor, dass die Aufsichtsbehörde Bafin verlangen kann, einzelne Handelsrechner abzuschalten, Regeln für Systemstörungen zu erlassen, Mindestgrenzen für Kursänderungen und möglicherweise auch eine Erlaubnispflicht für Hochfrequenzhandel einzuführen. Der fertige Gesetzentwurf wird für die zweite Jahreshälfte erwartet und käme damit noch vor einer für 2014 erwarteten EU-Richtlinie. Die Verknüpfung mit einer möglicherweise ebenfalls einzuführenden Finanztransaktionssteuer sei noch offen.
2. Somalia hofft auf Aufbauhilfe
Die Financial Times Deutschland sowie verschiedene Online-Portale wie greeapeace-magazin.de berichten, dass auf einer zweitägigen Konferenz in Istanbul Hilfsorganisationen, Regierungsvertreter und somalische Geschäftsleute über den Aufbau Somalias bis 2015 beraten. Dabei würden insbesondere „Infrastruktur, Energieprojekte, die Wasserversorgung und die Befriedung des Landes nach 20 Jahren Bürgerkrieg und Terror“ beraten. Unter den Konferenzteilnehmer sei auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Der somalische Ministerpräsident Abdiweli Mohammed Ali bat die Weltgemeinschaft um Unterstützung. Der Konflikt in seinem Land könne nicht gelöst werden, ohne Hunger, Arbeitslosigkeit und Umweltzerstörung zu beenden.
3. Zukunft ohne Hunger? Optimistischer Blick auf Afrika
Den Beginn einer zweitägigen Konferenz zu „Zukunft ohne Hunger“ in Wien nehmen österreichische Tageszeitungen wie das Wirtschaftsblatt zum Anlass, über Fragen der Ernährungssicherheit zu berichten. Die Salzburger Nachrichten veröffentlichen ein Interview mit der Chefin der österreichischen Entwicklungsagentur OEZA, Brigitte Öppinger-Walchshofer. Dabei verweist die Expertin darauf, dass in der Vergangenheit mittlerweile mehrfach Länder aus eigener Anstrengung und mit Unterstützung von Entwicklungszusammenarbeit aus der Rolle eines Entwicklungslandes herausgekommen seien.
Mit Blick auf Afrika verweist Öppinger-Walchshofer darauf, dass die Anzahl der Konflikte auf dem Kontinent sich verringert habe. Die Afrikaner würden Konflikte zudem zunehmend selbst regeln, Süd-Süd-Handel habe sich verstärkt und auch die regionale Integration und Entwicklung schreite voran.
TAGS: Afrika, Entwicklungszusammenarbeit, Ernährung, Somalia, Was wir lesen
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