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Stimmen von der Wirtschaftskonferenz „Africa-Business-Week“. Die TOP Nachrichten des Tages


May 29th, 2012 7:00 PM UTC
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Die Top Nachrichten des Tages:

  1. Stimmen von der Wirtschaftskonferenz „Africa-Business-Week“
  2. Steht Mali vor der Spaltung?
  3. Großes Problem in Mosambik: Landraub

1. Stimmen von der Wirtschaftskonferenz „Africa-Business-Week“

Die Deutsche Welle berichtet über die „Africa-Business-Week“ in Frankfurt, auf der vor allem über Investitionsmöglichkeiten und Rohstoffförderung in Afrika diskutiert wurde. Im Vordergrund stand dabei die Frage, wie sich rohstoffreiche afrikanischen Staaten aus eigener Kraft aus der Armut befreien könnten. Alex Vines, Afrika-Experte von Chatham House, wies darauf hin, dass das US-amerikanische Gesetz (Dodd-Frank-Act) hier gute Absichten gehabt habe. Der Teil, der US-Unternehmen verpflichtet, nachzuweisen, dass die von ihnen verwendeten Metalle keine Milizen finanzieren, habe jedoch unerwünschte Nebeneffekte gehabt. Irene Knoke vom unabhängigen Rechercheinstitut Südwind hob hervor, dass die projektgenaue Transparenzpflicht bei Dodd-Frank hingegen vorteilhaft sei. Ein ähnliches Gesetz auf EU-Ebene werde derzeit jedoch von der deutschen Bundesregierung blockiert.

2. Steht Mali vor der Spaltung?

Wie die Frankfurter Neue Presse, Deutsche Welle und in einem ausführlichen Artikel auch die Süddeutsche Zeitung berichten, kündigten die al-Qaida-nahe, islamistische Gruppe Ansar-Dine und die Nationalbewegung der Tuareg MNLA am Wochenende die Errichtung eines unabhängigen Staates im Norden Malis an. Die neue „Islamische Republik Azawad“, so gaben die Rebellengruppen in einer Erklärung bekannt, solle ein islamischer Staat werden, deren Rechtssystem auf der Scharia basiere. Der malische Übergangspräsident Dioncounda Traoré lehnte die Abspaltung im Norden des Landes ab und kündigte an, die Rebellen vertreiben zu wollen. Erst letzte Woche war er von aufgebrachten Demonstrierenden, die den Präsidentenpalast im Süden gestürmt hatten, am Kopf verletzt worden. Auch entlang der Grenze zwischen Mali und Burkina Faso kam es laut Deutscher Welle und Süddeutscher Zeitung zu Auseinandersetzungen bei denen letzte Woche mindestens zwischen 30 und 100 Menschen getötet worden seien.

3. Großes Problem in Mosambik: Landraub
Die Tagesszeitung neues deutschland veröffentlichte gestern einen Schwerpunkt zum Thema Landraub. Zum einen stellt das ND ein neues Buch des renommierten italienischen Journalisten Stefano Liberti vor, das Landgrabbing auf drei Kontinenten untersucht. Zum anderen wird das Thema am Beispiel Mosambiks illustriert. Im Gespräch mit Luis Muchanga, nationaler Koordinator der mosambikanischen Kleinbauernbewegung UNAC und Andreas Bohne von der Organisation SODI wird deutlich, dass Landraub ein großes Problem in Mosambik ist, da Land der wichtigste Produktionsfaktor sei. Gemeinsam mit anderen Organisationen, Gebern und Medien sei es der UNAC aber gelungen, das Thema öffentlich zu machen und somit Druck auf die Regierung auszuüben. Die UNAC begrüße den Landwirtschaftlichen Entwicklungsplan 2011-2012 der Regierung, hoffe aber, dass auf Worte auch Taten folgten. Auch das Gesetz der Regierung, das die Verwendung von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Landwirtschaft verbietet, sei ein Schritt in die richtige Richtung. UNAC setze sich für die Wiedergewinnung von traditionellem Saatgut und nachhaltiger Landwirtschaft sein und biete Kleinbauern in Workshops „Hilfe zu Selbsthilfe“ auf diesem Gebiet an.

TAGS: Allgemeines, Burkina Faso, Deutschland, Landwirtschaft, Mali, Mosambik, ONE, Rohstoffe, Was wir lesen

 

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