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Niebel für Klimafonds. Die Zeitungsschau


May 23rd, 2012 3:56 PM UTC
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Die Themen des Tages:

  1. Niebel für UN-Klimafonds
  2. Rio +20
  3. Ghana profitiert von „Neuer Allianz“
  4. Wirtschaftsflucht umgekehrt: Immer mehr Portugiesen in Mosambik
  5. Südafrika: Schuldspruch für Farmer

1. Niebel für UN-Klimafonds

Der General-Anzeiger schreibt, der deutsche Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel bekräftigte gestern Abend bei einer Ausstellungs-Eröffnung in Bonn die deutsche Bewerbung um den neuen Green Climate Fonds, eine UN-Organisation, die Entwicklungs- und Schwellenländern finanziell bei einer klimafreundlichen Entwicklung unterstützen soll. Klimaschutz und Entwicklung seien untrennbar miteinander verbunden und Deutschland habe als Klimaschutz-Vorreiter ein starkes Interesse an dem Innovativen Fond, so Niebel. Er warb er auch für den Standort Bonn, wo Entwicklungs- und Umweltministerium bereits einen ökologischen Neubau in Höhe von 75,5 Millionen Euro planten.

2. Rio +20

Wie die Aachener Zeitung berichtet, hat die Organisation Misereor im Vorfeld des UN-Umweltgipfels in Rio de Janeiro die Einführung eines neuen globalen Wirtschaftsmodells auf Basis sozialer, klimatischer und energetischer Nachhaltigkeit  gefordert. Vor allem das Menschenrecht auf Nahrung sei in vielen Staaten durch Landraub und Investitionen millionenfach verletzt, so Primin Spiegel, Geschäftsführer von Misereor. Der Dachverband deutscher Entwicklungsorganisationen VENRO kritisiere, dass der Entwurf der Abschlusserklärung auch bei vielen Entwicklungsländern auf Kritik stoße. Humberto Ortiz Roca, Leiter der Sozialkommission der katholischen Kirche in Peru  sagte, die Lebensmittelsicherheit müsse durch eine soziale und nachhaltige Politik sichergestellt und das Recht auf Trinkwasser müsse als universales Menschenrecht anerkannt werden

3. Ghana profitiert von „Neuer Allianz“

Laut taz.de sollen die Afraim-Plains, eine der ärmsten Regionen Ghanas, von der auf dem G8-Gipfel beschlossenen „Neuen Allianz zur Ernährungssicherung“ profitieren. Kwesi Ahwoi, der ghanaische Agrarminister kündigte an, dass insgesamt 600 Millionen Dollar in vier Regionen des Landes fließen sollten. Strategische Investitionen in den Agrarsektor sollten Arbeitsplätze schaffen und zur Grundversorgung der Bevölkerung beitragen. Dies sei ein wichtiger Baustein zur Finanzierung des  landwirtschaftlichen Fünfjahresplans in Ghana – ein auf 1,5, Milliarden Dollar angelegtes, von der Weltbank unterstütztes Programm, sagte Ahwoi. Kritiker befürchten jedoch, dass die Kleinbauern von diesen Maßnahmen kaum profitieren werden, da formell traditionelle Könige das Land besitzen. Diese hätten ihre Ländereien teilweise schon an Unternehmen aus Nigeria und Südafrika verkauft.

4. Wirtschaftsflucht umgekehrt: Immer mehr Portugiesen in Mosambik

Aus einem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geht hervor, dass immer mehr Portugiesen aufgrund der desolaten Wirtschaft und hoher Arbeitslosigkeit in ihrem Land nach Mosambik auswandern. Allein in der Hauptstadt Maputo seien laut des portugiesischen Generalkonsulats 21 000 Menschen gemeldet. Im Gegensatz zu Portugal floriere die Wirtschaft Mosambiks: für das laufende Jahr werde ein Wirtschaftswachstum von elf Prozent vorausgesagt, die Währung legte stark zu und die Inflation fiele im vergangenen Jahr um fast die Hälfte.  Das Land verfüge über Rohstoffe und einen aufsteigenden Tourismussektor. Doch die Portugiesen hätten es in ihrer ehemaligen Kolonie nicht leicht. Viele Einheimische fürchteten ihre Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt und auch die Zahl der Portugiesen, die sich illegal in Mosambik aufhalten wachse.

5. Südafrika: Schuldspruch für Farmer

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die Verurteilung eines Farmarbeiters wegen Mordes an Terre´Blanche, dem rechtsextremen Gründer der Afrikaner Weerstandsbewegung (AWB), vor einem südafrikanischen Gericht. Terre´Blanche hatte sich im Jahr 1994 gegen die Abschaffung der Apartheit in Südafrika eingesetzt. Zwei Arbeiter seien wegen Mordes angeklagt gewesen, der eine sei jedoch freigesprochen worden, da bei den Ermittlungen gegen Regeln des Kinderschutzes verstoßen worden war. Der Gesetzesbrecher sei zur Tatzeit erst 15 Jahre alt gewesen. Vor dem Gericht trafen Sympathisanten der Angeklagten und Terre´Blanches aufeinander, zu Unruhen sei es aber nicht gekommen.

TAGS: Afrika, Allgemeines, Dirk Niebel, Entwicklungszusammenarbeit, Ernährung, Ghana, Klimawandel, Landwirtschaft, Mosambik, Südafrika, VENRO, Was wir lesen

 

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