May 8th, 2012 4:31 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Themen des Tages:
1. Mehr als 700 Experten zum Weltwirtschaftsforum in Äthiopien erwartet
Wie die dpa berichtet, treffen sich ab Mittwoch, dem 9. Mai unter dem Motto „Shaping Africa´s Transformation“ (Afrikas Transformation gestalten) rund 700 Wirtschaftsexperten, Unternehmer und Politiker auf dem 22. Weltwirtschaftsforum (WEF) in Addis Abeba (Äthiopien). Ziel des WEF ist es, Zukunftsperspektiven, Investitionsmöglichkeiten und die politischen und sozialen Voraussetzungen für weiteres Wachstum und nachhaltige Entwicklung zu diskutieren. Es sollen aber auch Lösungen für die dringlichsten Probleme wie die hohen Inflationsraten und die steigenden Benzinpreise, von denen viele afrikanische Länder betroffen sind, gefunden werden. Gleichzeitig hoffen die Länder auf Investitionen. Laut einer Studie des Internationalen Währungsfonds steht Äthiopien an der Spitze von sieben der am stärksten wachsenden Länder in Subsahara-Afrika, die insgesamt zu den zehn am stärksten wachsenden Volkwirtschaften der Welt gehören. Neben acht Staats- und Regierungschefs werden auch der Ex-UN-Generalsekretär Kofi Annan, der frühere britische Premierminister Gordon Brown, der Sänger Bob Geldof sowie Wirtschaftsmanager verschiedener Konzerne wie BASF, Bayer, Pepsi und die Deutsche Post teilnehmen.
2. Militärische Intervention in Guinea-Bissau gefordert
Wie der österreichische Standard berichtet, habe der Außenminister der entmachteten Regierung Guinea-Bissaus, Mamadú Jaló Pires, die Entsendung einer internationalen Schutztruppe in sein Heimatland gefordert. Die Truppe, die aus Einsatzkräften der Vereinten Nationen, der Afrikanischen Union und der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS bestehen soll, soll die Putschisten absetzen, die im April die Macht in Guinea-Bissau übernahmen. „Unser wichtigstes Ziel muss es sein, die Putschisten zu vertreiben und die rechtmäßige Regierung wieder einzusetzen. Sonst ermuntern wir potenzielle Putschisten in ganz Afrika.“ Auch der UNO-Sondergesandte Joseph Mutaboba habe Menschenrechtsverletzungen in Guinea-Bissau angeprangert.
3. Weiterhin Unruhen in Mali
Der Spiegel berichtet, dass sich die Regierungschefs der ECOWAS aufgrund der andauernden Unruhen in Mali zu einem Notfallgipfel getroffen haben. Seitdem Ende März das malische Militär einen Putsch gegen die nationale Regierung verübte und daraufhin die Tuareg-Rebellen im Norden des Landes einen unabhängigen Staat ausriefen, herrsche in Mali Chaos. Die Abwesenheit einer staatlichen Kontrolle hätte zur Ausbreitung von Islamisten und anderen Terroristen geführt. Auch Drogenschmuggel und Entführungen hätten stark zugenommen. Um der Krise entgegenzuwirken, wolle die ECOWAS nun eine Truppe in das von Tuareg besetzte Gebiet entsenden. Dies sei jedoch sehr risikoreich, da die Tuareg die Region wesentlich besser kennen und gut mit Waffen ausgestattet seien.
4. Konzept der Milleniumsdörfer hat sich bewährt
Wie die Neue Ruhr Zeitung berichtet, hat ein internationales Forscherteam um Paul Pronyk von der Columbia University drei Jahre lang den Erfolg der sogenannten Milleniumsdörfer ausgewertet und berichtet heute im Medizinjournal „Lancet“, dass sich das Konzept der Milleniumsdörfer in kurzer Zeit bewährt habe. Demnach lässt sich schon mit weniger als 120 Dollar pro Kopf und Jahr die Entwicklung armer Länder stärker voranbringen. Das ist weniger als in den UN-Milleniumszielen angestrebt wird. Die Milleniumsdörfer wurden 2006 von der UN ausgewählt. Sie bestehen aus durchschnittlich 35 000 Einwohnerinnen und Einwohnern und liegen vornehmlich in armen, unterernährten Regionen Afrikas. Für bis zu 120 Dollar pro Kopf wurden dort verschiedene Maßnahmen durchgeführt, um Gesundheit und Ernährung zu verbessern. Insgesamt konnte die Sterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren um 22% verringert werden, die Zahl der Schwangeren, die auf HIV getestet wurden, stieg von 29 auf 70% und die Malariainfektionen bei Kindern gingen von 19 auf 3% zurück. Außerdem verbesserten sich das Haushaltseinkommen, die Ernährungssicherheit und der Zugang zu sauberem Trinkwasser deutlich.
TAGS: Afrika, Afrikanische Union, Äthiopien, ECOWAS, Entwicklungszusammenarbeit, Ernährung, Gesundheit, Gesundheit von Kindern, Gesundheit von Müttern und Kindern, Guinea-Bissau, Handel, HIV/Aids, Malaria, Mali, Millennium-Entwicklungsziele (MDGs), Politik Aktuell, UNO, Was wir lesen
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