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Wahlen im Senegal verlaufen ruhig. Die Zeitungsschau


Feb 27th, 2012 5:58 PM UTC
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Die Themen des Tages:

  1. Wahlen im Senegal verlaufen ruhig
  2. Militärische Mittel zur Bekämpfung der Piraterie in Somalia sind unzureichend
  3. Ungleichheit zwischen Arm und Reich trübt positive Entwicklung Afrikas

1. Wahlen im Senegal verlaufen ruhig

Im Senegal seien die Präsidentschaftswahlen friedlich verlaufen, berichtet die Tagesschau Online. Nach einem blutigen Wahlkampf mit sieben Toten und zahlreichen Verletzten, so der Tagesspiegel, haben insgesamt 13 Oppositionskandidaten am vergangenen Sonntag den umstrittenen Amtsinhaber Abdoulaye Wade herausgefordert. Die Wahl sei Senegals „Härtetest“ gewesen, so die Süddeutsche, da das Misstrauen der Bevölkerung gegenüber Wade zunehmend wachse, nachdem sich dieser über die Verfassung des Landes hinweggesetzt und ein drittes Mal zur Wahl gestellt hatte. Bisher galt das westafrikanische Land als eine der stabilsten Demokratien Afrikas. Der EU-Wahlbeobachter Thijs Berman äußerte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass „erfreulich“ viele Senegalesen ihre Stimme abgegeben hätten, offizielle Zahlen lägen jedoch noch nicht vor. Das Endergebnis, so die Tagesschau Online weiter, werde nicht vor Ende kommender Woche vorliegen.

2. Militärische Mittel zur Bekämpfung der Piraterie in Somalia sind unzureichend

Eine Studie vom Hamburger Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) zeige, dass die Europäische Union mehr zur Bekämpfung der Piraterie vor der Küste Somalias unternehmen könne, berichtet die Thüringer Landeszeitung. Anstatt zu militärischen Mitteln zu greifen, solle sich die EU stärker für eine Lösung der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Krise Somalias einsetzen, erklärt Kerstin Petretto vom IFSH. Eine Erweiterung der Antipiraterie-Mission Atlanta, wie sie zuletzt seitens der EU angedeutet wurde, hätte lediglich zur Folge, dass sich die Piraten auf das Festland Somalias zurückziehen. Dort fänden sie „gute“ Bedingungen: Das Land sei verarmt, die Bevölkerung hungere, die islamistische al-Schabaab Bewegung kontrolliere weite Teile des Landes und ausländische Militärinterventionen brachten Somalia bisher keinen Frieden. Auf diesem Nährboden gedeihe die lukrative Piraterie.

3. Ungleichheit zwischen Arm und Reich trübt positive Entwicklung Afrikas

Afrika sei der mit Abstand ärmste Kontinent, doch wachse die Wirtschaft in einzelnen afrikanischen Ländern wie beispielsweise Ruanda, Äthiopien und Ghana rasant, berichtet der Standard. Der Ökonom Paul Collier bestätigt Ruanda eine positive Entwicklung: Das ostafrikanische Land verzeichne mehr Wachstum, weniger Armut und weniger Ungleichheit als je zuvor. Peter Wolff vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik spricht sogar von einem „Paradefall für gelungene Entwicklung“. Zwar lebe jeder zweite Afrikaner von weniger als 1,25 Dollar am Tag, doch gebe es „erstmals seit langem wieder Hoffnung, dass Afrika zum Rest der Welt etwas aufschließt“, betont Wolff. Laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey seien die Gründe hierfür die Beendigung gewaltsamer politischer Konflikte, die Modernisierung der Verwaltungen, der Anstieg des Ölpreises seit 2000 sowie der kontinuierliche Anstieg an Auslandsinvestitionen. Pedro Martins vom britischen Overseas Development Institute warnt jedoch vor ungleichem Wachstum: „Gerade in Afrika geht das Wachstum der armen Bevölkerungsschicht mit jener der reichen Hand in Hand.“

TAGS: Afrika, Äthiopien, EU, Ghana, ONE, Regierungsführung, Ruanda, Senegal, Somalia, Was wir lesen

 

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