Die Geschichte der Auma Obama

Vor wenigen Tagen war ich bei der Berlin-Premiere des Films “Die Geschichte der Auma Obama” – präsentiert von AfricAvenir. Die Protagonistin und die Regisseurin waren nach dem Film zum Publikumsgespräch anwesend. Sowohl Auma Obama mit Ihrer Arbeit als auch der Film der Nigerianischen Regisseurin Branwen Okpako haben mich tief bewegt.

Der Film selbst ist durch die ausdauernde und gefühlvolle Arbeit der Regisseurin in meinen Augen ein Meisterwerk, das unglaublich viele Facetten des Lebens und der Geschichte von Auma Obama auf eine Weise abdeckt, die trotz der Vielschichtigkeit den roten Faden nicht verliert. Dieser ist gegeben durch die Erzählung von Auma Obama über ihr Familie. Sie berichtet über die Kolonialzeit und die Befreiungsbewegung in Kenia, sie teilt mit uns ihre Erfahrungen von ihrem Leben in Deutschland und ihrer Rückkehr nach Kenia; sie erzählt vom Balance-Akt zwischen zwei sehr unterschiedlichen Kulturen, von ihrer Patchwork-Familie; sie übt berechtigte Kritik an der Entwicklungshilfe (Auma war zu diesem Thema bereits vor über zwanzig Jahren oft gesehener Gast im Presseclub), und wir sehen, wie sie heute mit Jugendlichen in Kenia arbeitet, um ihnen Mut für eine bessere Zukunft zu machen; wir erleben, wie Barack Jr. seine kenianische Familie kennenlernt (wobei er als Amerikaner geboren, Amerikaner geblieben ist, was von vielen verkannt wird); und Auma erzählt, wie Kunst, Kultur und Wissenschaft ihr Leben beeinflusst und bereichert haben…

Mich hat das alles sehr beeindruckt – vielleicht habt ihr ja Lust, euch den Film bei einem der noch folgenden Termine (s.u.) anzusehen?

„Die Geschichte der Auma Obama“ ist ein biographisches Portrait über Auma Obama, die ältere Schwester des US Präsidenten Barack Obama. Gemeinsam mit Auma Obama verbringen wir die letzten Tage bis zur Präsidentschaftswahl 2008 in ihrem Kenianischen Heimatdorf Kogelo. Während dieser Woche erzählt Auma von ihrem bewegten Leben und von der Geschichte der Obama-Familie bis hin zu dem historischen Moment der Wahl Barack Obamas zum ersten schwarzen Präsidenten der USA.

Johanna Havemann ist Living Proof Botschafterin 2011.

DIE GESCHICHTE DER AUMA OBAMA
79 Min, Deutschland 2011, Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Buch, Regie, Schnitt: Branwen Okpako Kamera: Kolja Brandt, Marcus Winterbauer, John Podpadec
Musik: Jean-Paul Bourelly Ton: Ulla Kösterke, Jürgen Schönhoff, Patrick Veigel Sound Design: Kuen-Il Song, Redaktion: Jörg Schneider Produktion: Katrin Springer, Volker Ullrich

TERMINE:

09.02.2012 Berlin. 20:15 Babylon Mitte (mit Folgeterminen)
16.02.2012 Hamburg. 19:00 Metropolis Kino
17.02.2012 Hamburg. 17:00 Metropolis Kino
18.02.2012 München. 19:00 Vortragssaal der Münchner Bibliothek Gasteig
20.02.2012 Hamburg. 19:00 Metropolis Kino
23.02.2012 Berlin. 19:00 Werkstatt der Kulturen
23.03.2012 Heidelberg. 17:00 Karlstorkino