ONE & Living Proof bei Konferenz “Berlin Model United Nations”

Unsere Blogserie über Living Proof geht weiter – heute mit einem Post von unserer ehemaligen Living Proof-Botschafterin Johanna, die sich weiterhin dafür engagiert, dass mehr Menschen von den Erfolgen im Kampf gegen extreme Armut erfahren. Deshalb nahm sie im November im Auftrang von ONE bei der Schülerkonferenz Model United Nations Berlin, kurz BERMUN 2011, an der John F. Kennedy Schule teil und stellte den Schülern Living Proof vor:

alignnoneBei der Schülerkonferenz Berlin Model United Nations kommen jährlich ca. 700 Schüler aus der ganzen Welt zusammen, um sich in die Lage einzelner Vertreter der Vereinten Nationen zu versetzen. Dies geschieht dadurch, dass jeweils ein/e Schüler/in die Rolle eines Delegierten einer Nation annimmt, die nicht die eigene ist. Dann wird in den verschiedenen UN-Gremien debattiert und 4 Tage lang knallharte UN-Politik simuliert.

Die diesjährige Veranstaltung stand ganz unter dem Motto: “Armut abschaffen – ein Imperativ für diese Generation”. ONE wurde vom 18-jährigen Jasper Lanz eingeladen, der die Organisation und Wortführung für den ECOSOC-Schüler-Rat inne hatte, dem Äquivalent des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen. Spezifische Themen, die auf der Agenda der Schüler standen, waren:

  • Die Erfüllung der zukünftigen Ernährungs-Anforderungen – Überwindung der globalen Spaltung (Meeting future food demands – bridging the global disconnect)
  • Verantwortungsvolles Produzieren und Konsumieren als globale Herausforderung (Responsible production and responsible consumption as a global effort)
  • Überarbeitung des Einflusses makro-ökonomischer Richtlinien zur Stärkung von nachhaltiger Entwicklung und sozialer Gerechtigkeit (Reassessing the impact of global macroeconomic policies in fostering sustainable development and promoting human welfare)

Ein zentrales Anliegen von ONE ist es bekanntlich, die Erreichung der UN-Millenniums-Entwicklungsziele zu fördern, indem Politiker durch uns immer wieder eindringlich an ihre Versprechungen im Jahr 2000 erinnert werden und auch die Öffentlichkeit stetig über aktuelle Geschehnisse informiert wird. Mit den Schülern aus verschiedenen Nationen konnte ich in Bezug dazu die einzelnen Themengebiete und deren jeweilige Herausforderungen detailliert diskutieren. Es wurden viele kritische und sehr differenzierte Fragen gestellt, und wie so oft war die Zeit viel zu knapp, all die wichtigen Themengebiete wirklich ausreichend zu erörtern.

Es ist in der Tat ein trauriges Erbe und eine enorme Herausforderung, der sich die jetzige junge Generation stellen muss. Umso erfreulicher ist es angesichts globaler Krisen wie  Klimawandel, Finanzkrise und immer wiederkehrender Hungersnöten auf so viele hoch engagierte und an globalen Themen interessierte Jugendliche zu treffen. Jungen Menschen sollte endlich auch mehr Mitspracherecht in den entscheidenden Foren gewährt werden.

- Johanna Havemann –