Dec 19th, 2011 6:51 PM UTC
By ONE Deutschland
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Die Themen des Tages:
1. UNO: HIV-Schutz durch Beschneidung
Wie Der Spiegel berichtet, haben die Vereinten Nationen (UN) einer wissenschaftlichen Studie folgend ein Programm initiiert, durch welches mittels Beschneidungen von 20 Millionen afrikanischen Männern das Risiko einer HIV-Infektion um 60 Prozent gesenkt werden könne. Laut UN-Angaben sei der Effekt vergleichbar mit einem „wirksamen Impfstoff“, schätzte man doch, dass bis 2025 auf diese Weise „3,4 Millionen Menschen weniger angesteckt und 16,5 Milliarden Dollar an Pflegekosten eingespart werden könnten.“ Das von der US-Regierung, der Weltbank sowie der Bill&Melinda-Gates-Stiftung unterstützte Projekt soll nun durch israelische Beschneidungsexperten bei der Ausbildung afrikanischer Ärzte, als auch dem Aufbau spezieller Kliniken helfen.
2. WTO-Konferenz ohne Fortschritte bezüglich der Liberalisierung des Welthandels
Wie mehrere Medien berichten, sei auch die achte Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) ohne wirkliche Fortschritte im Hinblick auf die Liberalisierung des Welthandels am Samstag im schweizerischen Genf zu Ende gegangen. So steckten die Doha-Verhandlungen laut dem Manager-Magazin „zehn Jahre nach ihrem Beginn [...] in der Sackgasse“. Mehrere Staaten verfolgten aufgrund der sich momentan abzeichnenden Finanzkrise nicht den Abbau von Zöllen und Subventionen, sondern ergriffen den internationalen Austausch beeinträchtigende, protektionistische Maßnahmen. „Ich bedauere das sehr“, äußerte sich Olusegun Aganga, Handelsminister von Nigeria und Leiter des Treffens ins Genf, wie einem Artikel der Berliner Morgenpost zu entnehmen ist. Laut WTO-Chef Pascal Lamy sei der Protektionismus schuld daran, dass der Weltwirtschaft jährlich rund 800 Milliarden US-Dollar (615 Milliarden Euro) verloren gingen.
3. Scheitern des Klimagipfels Vorteil für die EU?
Der Klimagipfel von Durban (ONE berichtete) enttäuschte viele Teilnehmer und Beobachter. Wie Der Spiegel berichtete, hat sich nichts an der nationalen Klimapolitik der USA verändert. Auch China und Indien sind große Reduktionsziele schuldig geblieben. Und zu guter letzt hat sich nun auch noch Kanada aus der Vereinbarung verabschiedet. Da die EU die einzige Staatengruppe ist, die sich neue Reduktionsziele gesetzt hat, scheinen die Europäer rein finanziell im Nachteil zu sein. Geostrategisch und ökonomisch gesehen könnte sich der Ausgang des Gipfels jedoch als Erfolg erweisen, glaubt der Autor. Einerseits habe China seine Allianz mit den ärmsten und den am meisten gefährdeten Entwicklungsländern verloren, da diese sich stattdessen bei den Verhandlungen der „EU mit ihrer progressiven Klimapolitik“ zugewandt hätten. Andererseits werden die Investitionen, die in der Zukunft in erneuerbare Energien etc. fließen werden, die EU wirtschaftlich weiter voranbringen. Die Strategie von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) laute daher, „jetzt Opfer [...] erbringen, um mittelfristig stärker zu werden“.
4. „Umweltschützer vs. Menschenrechtler“
Im November spendeten die beiden amerikanischen Umweltschutzorganisationen AWF und TNC 6.920 Hektar Land an die kenianische Regierung, um einen Nationalpark zu eröffnen. Kurz darauf wurde berichtet, dass Menschen auf brutalste Weise von dem besagten Land vertrieben worden sein sollen, um die Einrichtung des Parks zu ermöglichen, was die Nichtregierungsorganisation Survival International auf den Plan rief, die öffentlichen Protest übte. Der Standard berichtet nun über Befürchtungen, die indigene Bevölkerungsgruppe sei gar keiner Vertreibung zum Opfer gefallen. Vielmehr wolle sie sich nur den Besitzanspruch über das Land erschleichen. Nun stünden sich Umweltschützer und Menschenrechtler gegenüber.
TAGS: Afrika, CDU/CSU, Entwicklungszusammenarbeit, Gesundheit, Handel, HIV/Aids, Infrastruktur, Intelligente Hilfe, Kenia, Klimawandel, Kultur, Nigeria, Politik Aktuell, UNO, Was wir lesen, Welthandelsorganisation (WTO), Wirksamkeit
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